Abschied aus dem Kindergarten :: Dankeschön
Wir nehmen gerade Abschied aus dem Kindergarten. Vergangenen Freitag war der letzte Kindergartentag des normalen Betriebes. Jetzt ist 9 Wochen lang Sommerbetrieb, wo die Kinder eigentlich nur im Garten sind, die Kindergärtner_innen abwechselnd auf Urlaub... Daher haben wir den letzten regulären Tag genutzt, und den fünf Pädagog_innen und Assistent_innen der Kiga-Gruppe von J ein Dankeschön übergeben.
Wir haben Dinge gesammelt, für die wir uns bedanken möchten und ich habe daraus eine Sketchnote gestaltet. Das "DANKE" hat J gemalt. Und dazu gab es einen Duftkissen-Regenbogen: Fünf Duftkissen in Regenbogenfarben vorne, hinten aus sehr sehr altem Leinen und mit meinem Namensband. Die Duftsäckchen sind 10 x 10 cm groß.
Gefüllt habe ich die Duftkissen mit Lavendel aus unserem Garten und anderen feinen Kräutern, die Mut machen und Entspannung schenken. Die Infos dazu habe ich aus dem Buch "Naturkinder: Ideen, Rezepte und Aktionen für drinnen und draußen" von Caroline Hosmann.
Die Eltern von Schulkindern muss ich jetzt fragen: Ist euch der Abschied aus dem Kindergarten auch so schwer gefallen? 5 Jahre, beste Betreuung, große Freundschaften, Abenteuer, Geborgenheit, Freude am Entdecken und Ausprobieren. 5 Jahre Willkommen sein so wie man ist. 5 Jahre des Wachsens, Ankommens, stets größer werdendes Selbstbewusstsein.
Mir haben (neben einem wunderbaren, tränenreichen Sommerfest mit der Verabschiedung der Vorschulkinder) das Zeichnen und Nähen sehr geholfen, mich mit dem Abschied auseinander zu setzen. Mich damit anzufreunden. Und ich finde ja, dass Abschiede zelebriert werden dürfen, dass traurig sein dazu gehört. Damit etwas Neues - und das ist hier eine wunderbare Schule - gut beginnen kann.
Abonnieren
Kommentare zum Post
(
Atom
)







Kommentare :
Also, wo fange ich an!
Ich tippe das jetzt frei von der Seele und hoffe, dass ich irgendwie Sinn ergebe:
meine Kids sind mittlerweile im Gymnasium. 1. und 4. Bedeutet, der große wechselt jetzt wieder Schule. Da war wieder ein Abschied.
Kindergarten.
Ich glaube ich bin mit zwei Kindern versetzt wohl 6 oder 7 Jahre täglich in den Kindergarten spaziert. Und als es dann vorbei war, war ich ein wenig schockiert, wieviel Zeit ich dort verbracht hatte ... und meine Kinder natürlich. Meine beiden waren total bereit für die Schule, somit war das Kindergarten-Verlassen für sie nicht so ein Thema. Sie blickten nach vorne. Ich hatte geradezu den Eindruck, dass die Eltern den Verabschiedungsschmerz hatten und ihn auf ihre Kinder übertrugen. Da wurde irre viel Wind gemacht. Ich war eigentlich damit beschäftig meine Kinder von allzuviel Gefühlsdusselei zu beschützen.
Dasselbe war es am Ende der Volksschule. Mein Sohn hatte eine erstaunlich coole Lehrerin, die sich freute, die Kinder in die nächste Schule zu entlassen. Die Lehrerin meiner Tochter heulte Rotz und Wasser vor den Eltern und Kindern und hielt eine lange emotionale Rede.
Die Hälfte der Kinder war völlig fertig.
Was ich damit sagen will. Abschied, Verabschieden ja. Sanfte Traumarisierung und das Lehren, dass Abschied unfassbar schmerzhaft ist, Nein.
Wenn ich als Mutter starke Gefühle in die Richtung habe, dann würde ich sie zum Teil wohl verbergen bzw. den Kindern zeigen, wie ich damit umgehe. Damit sie wissen, wie sie es machen können, wenn sie mal etwas sehr berührt.
Das klingt hier so hart. Ich meine das aber sehr herzlich. Meine Kinder sind in der Familie verwurzelt, nicht in der Kindergartengruppe oder der Schulklasse. All diese Dinge kommen und gehen. Die Familie ist der Kern.
Und das bringe ich meinen Kindern auch so bei.
Zudem habe ich das Gefühl nach mittlerweile 2 Kindergarten-Abschieden und 2 Volksschulklassen-Abschieden, dass ich damit ruhiger umgehen kann. Man lernt also.
Beim ersten mal ist es immer ... intensiver.
Ich hoffe, das gibt dir irgendwie was.
So von Mutter zu Mutter.
LG
Susanne
Liebe Susanne,
vielen Dank für deine Worte und deine Erfahrungen! Ja, da bist du mir voraus mit den Abschieden.
Ich versuche auch zu differenzieren. Mein Abschiedsschmerz ist mein Ding und soll ihn nicht belasten (und mittlerweile schon gut hinter mich gebracht, so fühlt es sich an, obwohl der Sohn noch im Kindergarten ist...) und seine Gefühle sind seine Gefühle und die beinhalten große Vorfreude auf die Schule und totales Auskosten der verbliebenen Tage im Kindergarten mit den Freund_innen. :)
Liebe Grüße, Selina
Kommentar veröffentlichen