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Vom Maschinstricken

Kommentare

Im Herbst habe ich bei Veronika Persché eine Knitting Session besucht. Stricken auf der Strickmaschine. Das war mein Geburtstagsgeschenk und es hat mir riesige Freude bereitet. Allein das Atelier von Veronika ist großartig. Viele verschiedene Strickmaschinen, Wolle farblich sortiert, gestrickte Wandbehänge, Strickstoffe... ich hab das Arbeiten in dieser ansprechenden Atmosphäre sehr genossen.


Am Mittwoch Abend gab es für uns - neben mir waren noch drei andere Frauen dabei - eine Einführung ins Maschinstricken. Die anderen hatten schon Erfahrung, alle besaßen selbst eine Strickmaschine und wollten mehr Vertrauen ins Tun bekommen oder wichtige Tipps und Tricks der Expertin einholen. Ich hatte bis dato noch nicht mal eine Strickmaschine aus der Nähe betrachtet - war also sehr neugierig. 


Am Donnerstag kaufte ich mir Merinowolle, 1000 Meter ganz feinen Faden in Anthrazit melange. Ich wollte mir Meterware für einen Cardigan stricken. In einer besonderen Farbe, in der ich nicht überall eine Strickjacke bekommen würde, die aber dennoch alltagstauglich ist und die ich viel tragen würde und gut kombinieren kann. 

Am Freitag Abend ging dann das Stricken los. Also nein, zuerst musste ich mir ein Muster aussuchen. Das fand ich recht schwierig, weil man da in einem Heft das Strickmuster auf einen kleinen Fläche sieht, in einer außergewöhnlichen Farbe... blassgelb, apricot oder babyblau. Ich habe ein so genanntes Fangpatent gewählt, das schaut in dem Heft so aus, wie ihr es hier unten seht, nur ein viel kleinerer Ausschnitt.


Die Rückseite schaut ganz anders aus, die besteht aus dreidimensionalen Rauten, was ich extrem toll finde. So habe ich bei meinem Cardigan diese Seite als rechte Seite gewählt. Beim Stricken auf der Maschine muss man allerdings schon einiges gestrickt haben, damit man diese Seite sehen kann, die ist nämlich auf der Unterseite beim Strickstück. 

Gestrickt habe ich Freitag Abend und am Samstag einige Stunden und das machte wahnsinnig viel Spaß! Das gewählte Muster wählt man bei der Strickmaschine aus und dann muss man nur mit dem Schlitten hin- und herfahren und das Muster entsteht von selbst. Faszinierend! Und wie schnell das geht, ich bin total hin und weg! Außerdem: Veronika ist eine tolle Frau, wahnsinnig kompetent, erfahren und so begeistert bei der Sache. Ansteckend begeistert! Ich glaube, wenn wir unseren Hof im Weinviertel mal halbwegs saniert haben, werde ich mir eine Strickmaschine zulegen. Denn so ein Stück braucht ja doch einiges an Platz. Man kann eine Strickmaschine zwar recht klein zusammenklappen, aber ich bin nicht der Typ, das alles immer her- und wieder wegräumt. Also brauche ich einen Platz, an dem das Maschinchen fix stehen kann. Aber erstmal träume ich noch!




Auf dieser Strickmaschine sind nicht nur einige Meter Strickstoff für meinen Cardigan entstanden (in einer Breite zwischen 40 und 60 cm, je nachdem für welchen Schnittteil das gedacht war). Sondern auch noch Stoffe für Stulpen. Da habe ich ein Norwegermuster gewählt und ein blassgelbes Woll-Viskose-Garn von Veronika zu meinem grauen Merino kombiniert. Ein umwerfender Stoff, finde ich! Ich liebe diese Stulpen!


Der Stoff für den Cardigan wurde so edel, dass ich mich nicht drüber traute, ihn alleine zu vernähen. Also war ich bei Walter Lunzer in seiner Stitching Session und habe mir Unterstützung geholt. Und das hat sich absolut ausgezahlt, der Cardigan ist toll geworden. Davon könnt ihr euch morgen überzeugen!

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Knitting Session von Veronika Persché
Hier gibts alle Infos zu den Knitting Sessions, hier gehts zu den nächsten, meist sehr begeehrten, Terminen. Veronika Persché veranstaltet ein paar Mal im Jahr ihre Knitting Sessions, es gibt aber auch andere Workshops mit ihr. Checkt das gleich auf ihrer Website!

Kommentare :

K didit hat gesagt…

oh, da bin ich aber gespannt auf deinen post zum cardigan! sieht man sich am woe?
liebe grüße, kathrin

19nullsieben hat gesagt…

Liebe Kathrin,
ja, ich bin am Samstag da! Würd mich freuen, dich zu sehen!
Liebe Grüße, Selina