19nullsieben

19nullsieben ist ein DIY Blog aus Wien.

Outfit des Tages ... mit Unterhose

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Ich hab für J schon einige seiner ersten Unterhosen genäht. Die habe ich euch damals auch schon gezeigt und ich musste lachen, als ich gerade eben festgestellt habe, dass zwei der Unterhosen noch immer im Einsatz sind. Zwar schon knapp und eine schon löchrig, aber ich durfte sie noch nicht aussortieren.

Nun sind neue Unterhosen dazu gekommen. Anja und Brid von Studio Schnittreif haben nämlich ihren John jr-Schnitt überarbeitet und da habe ich gerne gestestet. Hier seht ihr ein Exemplar nach dem neu überarbeiteten Schnitt, wie er  seit heute als E-Book zu haben ist. Ich finde, dass die Unterhose toll sitzt, beim Zwickel ist weniger Stoff als zuvor, die Short sitzt eng aber es zwickt nichts, die Leibhöhe ist gut und das Kind überglücklich mit seiner coolen Unterhose mit dem Glitzergummi!




Dazu trägt J gerne sein Hochzeitshemd und ein feinstes Merino-Shirt drunter. Da fällt mir ein, dass ich euch noch nie unsere Merino-Shirts gezeigt habe... Ahhh, das muss ich jetzt echt mal machen, dann gibts auch mehr dazu! Nur soviel: Der Stoff ist unfassbar! Weich, kuschelig, glatt und nicht mal irgendwie kratzig! Gern trägt J auch die geschenkte Hose, die ich kürzlich geflickt habe. Inspiration und Anleitung dazu habe ich auf Instagram bei @Thuunlimited gefunden. Eine Heldin, deren Mission es ist, Kleidungsretter_innen aus uns zu machen. Ich würd sagen: Mission erfüllt! J war anfangs skeptisch ob meiner Stickerei, aber jetzt mag er sie!

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Unterhose
Schnitt: John jr. von Studio Schnittreif, Größe 122/128. Gibts übrigens auch in der Kombi mit der Männer-Unterhose John! Der aktualisierte Schnitt wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt. (Werbung)
Stoff: Schwarzer Jersey von Biostoffe.at (Affiliate Link - Werbung)
Gummi: Gummiband von Lieblingsstücke

Hemd siehe hier, es ist ein Michelhemd nach Fabelwald-Schnitt

Merinoshirt
Schnitt: Schmales Shirt, allerdings mit kurzen Ärmeln von Klimperklein. Aus dem Buch "Klimperklein - Nähen mit Jersey" von Pauline Dohmen.
Stoff: Allerfeinster Merinojersey in blau, 170 g/qm von Extremtextil

Hose geschenkt bekommen, nach vielen Einsätzen selbst geflickt.

Frühlingsmantel und einiges zu Lernen

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Schon seit langem möchte ich mir einen neuen (Winter)Mantel nähen. Einen dicken Wollstoff hätte ich schon zuhause - wenn nur nicht die Frage nach dem idealen Schnitt wäre. Im Herbst habe ich mir dann noch bei Zuleeg einen German Wool Tweed gekauft, mich endlich für einen Schnitt entschieden und einen Frühlingsmantel draus genäht. Und viel dabei gelernt. 

Aber vorweg: Ich finde den Mantel trotz aller Learnings tragbar und tue das auch mit Freude!


Genäht habe ich eine Jacke Marit aus dem La Maison Victor September/Oktober 2018, wobei ich ja die Länge eher als Mantel bezeichnen würde. Auf den Fotos und der technischen Zeichnung schaut der Mantel leicht A-förmig aus, eine Silhouette, die meiner Figur sehr entspricht. In echt ist das Ganze an mir allerdings sehr kastig und riesig, obwohl ich rund um die Hüfte auf die größere Größe geschwenkt bin, was die A-Silhouette ja verstärken müsste. Ich habe jedenfalls wieder mal festgestellt, dass mir solche kastigen Mäntel, so gut sie mir gefallen, nichts für mich sind. Ich brauche Mantelschnitte, die die Taille betonen. Und lieber keine überschnittenen Schultern (Von denen ich übrigens schon was weg genommen habe). Das wäre das erste Learning.

Daher habe ich bei meinem Mantel nicht die vorgesehe Knopfleiste gemacht, sondern einen Gürtel angebracht, mit dem ich den Mantel schließen kann, die Vorderteile überlappen dann. So wird meine Taille betont. Nachdem da dann recht viel Stoff ist, schaut das - so musste ich auf den Fotos feststellen - mäßig vorteilhaft aus. 

Vielleicht trägt zu diesem Oversitze-Feeling auch bei, dass ich wahrscheinlich einen dünneren Stoff vernäht habe, also von LMV vorgesehen. Denn ich habe mich genau an die Maßtabelle gehalten und so oversized schaut der Mantel an anderen nicht aus. Nächstes Learning zur Stoffwahl: Ganz genau schauen!



Bei meiner gekauften Winterjacke habe ich festgestellt, dass mir das mit den nun längeren Haaren, Schal und Kragen oder Kapuze schnell zu viel wird. Also habe ich den vorgesehen Kragen bei meinem Mantel weg gelassen. Und ich habe rausgefunden, dass das eine kragenlose Jacke/Mantel super für mich ist. Wenn es windig oder kühler ist, trage ich einen Schal oder ein Tuch dazu und es gibt trotzdem kein riesen Gewurschtel. Erfreulich!



Mit dem tollen Fischgrat-Wollstoff von Zuleeg, gewebt in Deutschland, kam dieses tolle Webettikett (nennt man das so?) mit. Mit solchen Dingen kann man mich mächtig beeindrucken, das muss ich sagen. Voller Freude hab ich dieses Label also in meinen Mantel genäht.

Dann habe ich gelernt, ein Futter hinzuzufügen. Der Schnitt sieht nämlich kein Futter vor, ich wollte aber unbedingt eins haben. Schon allein, damit ich den vorhandenen flaschengrünen Futterstoff mit seinem Perfect Match, dem Tweed, vereinen konnte. So kommt hier also auch noch #12ausdemstoffregal von Tweed&Greet in Spiel. Denn im Februar - da habe ich den Mantel zumindest genäht, auch wenn der Blogpost erst jetzt kommt - drehte sich alles um "Füreinander gemacht". Wer, wenn nicht diese zwei?


Nun mache ich mich also auf die Suche nach meinem (!) Mantelschnitt. Denn auch wenn ich den Mantel trage und mich wohl darin fühle - perfekt ist er für mich nicht. Was wäre perfekt? Tailliert, vielleicht ohne Kragen, wobei für tiefsten Winter auch eine Kapuze praktisch wäre. Oben und unten sollte man leicht zwischen den Größen wechseln können zwecks individueller Anpassung auf meinen Körper. Und wenn möglich mit weniger als 30 einzelnen Schnittteilen. Der Mantel soll schließlich bis zum Herbst fertig sein! ;-)


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Frühlingsmantel
Schnitt: Jacke Marit, La Maison Victor, September/Oktober 2018. Mit Änderungen, siehe Text.
Stoff: German Wool Tweed, Farbe Schneewittchen, von Zuleeg.
Accessoire: Ansteck-Pin für begeisterte Zeichner_innen von Sketchnote Love.

Als Mauersegler im Fasching

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 J hat schon im Herbst begonnen zu überlegen, als was er sich im Fasching verkleiden möchte. Recht bald ist er dann auf einen Mauersegler gekommen, weil die so schnell fliegen können, im Sturzflug mehr als 200 km/h. Sehr beeindruckend, muss ich zugeben! ;-)

Bei diesem Wunsch ist er dann über Monate hinweg geblieben und ich habe die Herausforderung angenommen. Zuerst mehrere Entwürfe gezeichnet, recherchiert, mich mit J ausgetauscht und langsam hat alles Form angenommen.


Erstmal hat J ein schwarzes Kurzarmshirt angezogen, das hatte ich ihm im Vorjahr für das Rauchfangkehrer_innen-Fest im Kindergarten genäht. Dann habe ich ihm eine Mottis Skinny-Jeans aus schwarzem Stretch-Jeans genäht. Die sitzt diesmal wirklich ziemlich knackig, aber es sollte so sein. Denn "ein Vogel hat ja ganz dünne Beine!" Soweit ist das Kostüm also wieder alltagstauglich, was mir doch wichtig ist, bei der Arbeit und vor allem den hochwertigen Materialien, die da drinnen stecken. 


Die Maske hatte J in seiner Verkleidungskiste. Ich habe nur aus schwarzem Tonpapier den Schnabel dran gebastelt. Schaut echt supercool aus!

Und dann braucht so ein Mauersegler natürlich Flügel. J wollte echte Federn haben oder zumindest einen Stoff mit Federn drauf. Ich wollte nicht überall Federn herum liegen haben und einen fertigen Stoff habe ich nicht gefunden. J war zuerst sehr skeptisch meinem Plan, die Federn aufzumalen, gegenüber. Aber als er das fertige Ergebnis gesehen hat, war er total berührt und überglücklich und hat mir als Dankeschön sogar was geschenkt! Hachtz!

Die Flügel habe ich ähnlich wie einen Bolero genäht. Konstruiert mit einem Shirt-Schnitt mit dem Rückenteil und den Ärmeln. Und dann natürlich die für den Mauersegler typischen Schwanzfedern dazugeschnitten. Den Halsausschnitt und die Ärmel-Kanten habe ich mit einem Bündchen eingefasst. Die Schnittkanten einfach mit der Overlock versäubert, so rollt sich nix ein und der Aufwand hält sich in Grenzen.


Das Kostüm ist bei Js Kindergarten-Freund_innen auch sehr gut angekommen, ich hab gleich jede Menge Bestellungen bekommen! Hehe!


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Hose
Schnitt: Mottis Jeans slimfit, von Made for Motti
Stoff: Schwarzer Jeans mit Elastan aus dem Stoffsalon

Mauersegler-Umhang
Schnitt: selbst konstruiert
Stoff: Schwarzer Jersey aus dem Stoffsalon