19nullsieben

19nullsieben ist ein DIY Blog aus Wien.

Der maschingestrickte Cardigan

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Gestern habe ich es schon angekündigt, in meinem Post zum Maschinstricken. Heute zeige ich euch meinen genialen Cardigan aus selbst maschingestrickter Meterware. Aus wunderschönem Musterstoff - ein Fangpatent - aus reiner Merinowolle. Superedel. Kuschelig weich. Schön warm.


Ich habs gestern schon geschrieben. Ich bin nach der Knitting Session nach Hause gekommen und hab mich nicht getraut, zu nähen. Erst nach 2, 3 Wochen habe ich die Stulpen genäht. Aber dann war der Mut verbraucht. Ich traute mich nicht echt über einen Cardigan-Schnitt drüber. Hatte keine genaue Idee, wie ich am besten die Kanten versäubere. Wusste, dass man den Stoff nicht richtig bügeln darf, da sonst das Muster verschwindet und ganz flach wird. Und überhaupt - was, wenn ich den geilen Stoff versaue?! 

 

Zum Glück wusste ich einen Ausweg und der heißt Walter Lunzer. Ich habe einen Termin für seine Stitching Session gebucht und bin mit Stoff und meinen Wünschen losgezogen. Und das war eine gute Entscheidung.



In der Stitching Session haben wir zuerst die Möglichkeiten der Kantenversäuberung besprochen und ausprobiert - um sie dann über Bord zu werfen. Walter hat mich nämlich an die Puppe gestellt und gemeint, ich solle meinen Cardigan der Schneiderpuppe mal aufstecken. An der Puppe drapieren. Und ich sags euch, das ist genial! So ist dieser fantastische Schalkragen, der aus dem selben Stück ist wie die Vorderteile, entstanden, der so beim Stricken gar nicht geplant war! So haben wir festgestellt, dass wir die vordere Kante gar nicht versäubern müssen, da sich der Strick wunderbar einrollt. So ist mein Einzelstück mit unterschiedlich langen Vorderteilen entstanden.


Der längere Vorderteil ist im unteren Teil glatt gestrickt, das hatte ich für den Start vor dem Muster ausprobiert. Und an der Puppe hat das so genial ausgeschaut, dass ich es gleich so gelassen habe. Also schon versäubert, aber in der Länge unterschiedlich. Ebenso, also Ausgleich, die Ärmel. Der lange Ärmle auch in Kombination mit Muster und glatt gestrickt. Wenn es kühl ist, trage ich am Dreiviertelärmelarm meine Stulpen, im Frühling gehts auch so.


Ich freue mich extrem, dass in der Stitching Session so ein besonderes Einzelstück entstanden ist. Ich hab echt eine große Freude damit! 

Und für euch hab ich noch eine Überraschung: Falls ihr morgen oder übermorgen zum Schneiderei-Markt #Werbung. Ich bin eingeladen# geht - was ich euch wärmstens empfehle -, solltet ihr euch ein Exemplar des kostenlosen Magazins "Die Schneiderin" sichern. Da gibts noch was zum Thema! ;-)


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Stitching Session von Walter Lunzer
Info zu den genialen Stitching Sessions gibts hier, Anmeldung hier. Leider - aber ich kanns verstehen - sind die Termine für die nächste Zeit schon ausgebucht. Das war zu meinen Brautkleid-Zeiten noch anders. Aber die Stitching Sessions und Walter Lunzer sind genial, da zahlt sich das Warten auch aus. ;-)

Knitting Session von Veronika Persché
Hier gibts alle Infos zu den Knitting Sessions, hier gehts zu den nächsten, meist sehr begeehrten, Terminen. Veronika Persché veranstaltet ein paar Mal im Jahr ihre Knitting Sessions, es gibt aber auch andere Workshops mit ihr. Checkt das gleich auf ihrer Website!

Vom Maschinstricken

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Im Herbst habe ich bei Veronika Persché eine Knitting Session besucht. Stricken auf der Strickmaschine. Das war mein Geburtstagsgeschenk und es hat mir riesige Freude bereitet. Allein das Atelier von Veronika ist großartig. Viele verschiedene Strickmaschinen, Wolle farblich sortiert, gestrickte Wandbehänge, Strickstoffe... ich hab das Arbeiten in dieser ansprechenden Atmosphäre sehr genossen.


Am Mittwoch Abend gab es für uns - neben mir waren noch drei andere Frauen dabei - eine Einführung ins Maschinstricken. Die anderen hatten schon Erfahrung, alle besaßen selbst eine Strickmaschine und wollten mehr Vertrauen ins Tun bekommen oder wichtige Tipps und Tricks der Expertin einholen. Ich hatte bis dato noch nicht mal eine Strickmaschine aus der Nähe betrachtet - war also sehr neugierig. 


Am Donnerstag kaufte ich mir Merinowolle, 1000 Meter ganz feinen Faden in Anthrazit melange. Ich wollte mir Meterware für einen Cardigan stricken. In einer besonderen Farbe, in der ich nicht überall eine Strickjacke bekommen würde, die aber dennoch alltagstauglich ist und die ich viel tragen würde und gut kombinieren kann. 

Am Freitag Abend ging dann das Stricken los. Also nein, zuerst musste ich mir ein Muster aussuchen. Das fand ich recht schwierig, weil man da in einem Heft das Strickmuster auf einen kleinen Fläche sieht, in einer außergewöhnlichen Farbe... blassgelb, apricot oder babyblau. Ich habe ein so genanntes Fangpatent gewählt, das schaut in dem Heft so aus, wie ihr es hier unten seht, nur ein viel kleinerer Ausschnitt.


Die Rückseite schaut ganz anders aus, die besteht aus dreidimensionalen Rauten, was ich extrem toll finde. So habe ich bei meinem Cardigan diese Seite als rechte Seite gewählt. Beim Stricken auf der Maschine muss man allerdings schon einiges gestrickt haben, damit man diese Seite sehen kann, die ist nämlich auf der Unterseite beim Strickstück. 

Gestrickt habe ich Freitag Abend und am Samstag einige Stunden und das machte wahnsinnig viel Spaß! Das gewählte Muster wählt man bei der Strickmaschine aus und dann muss man nur mit dem Schlitten hin- und herfahren und das Muster entsteht von selbst. Faszinierend! Und wie schnell das geht, ich bin total hin und weg! Außerdem: Veronika ist eine tolle Frau, wahnsinnig kompetent, erfahren und so begeistert bei der Sache. Ansteckend begeistert! Ich glaube, wenn wir unseren Hof im Weinviertel mal halbwegs saniert haben, werde ich mir eine Strickmaschine zulegen. Denn so ein Stück braucht ja doch einiges an Platz. Man kann eine Strickmaschine zwar recht klein zusammenklappen, aber ich bin nicht der Typ, das alles immer her- und wieder wegräumt. Also brauche ich einen Platz, an dem das Maschinchen fix stehen kann. Aber erstmal träume ich noch!




Auf dieser Strickmaschine sind nicht nur einige Meter Strickstoff für meinen Cardigan entstanden (in einer Breite zwischen 40 und 60 cm, je nachdem für welchen Schnittteil das gedacht war). Sondern auch noch Stoffe für Stulpen. Da habe ich ein Norwegermuster gewählt und ein blassgelbes Woll-Viskose-Garn von Veronika zu meinem grauen Merino kombiniert. Ein umwerfender Stoff, finde ich! Ich liebe diese Stulpen!


Der Stoff für den Cardigan wurde so edel, dass ich mich nicht drüber traute, ihn alleine zu vernähen. Also war ich bei Walter Lunzer in seiner Stitching Session und habe mir Unterstützung geholt. Und das hat sich absolut ausgezahlt, der Cardigan ist toll geworden. Davon könnt ihr euch morgen überzeugen!

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Knitting Session von Veronika Persché
Hier gibts alle Infos zu den Knitting Sessions, hier gehts zu den nächsten, meist sehr begeehrten, Terminen. Veronika Persché veranstaltet ein paar Mal im Jahr ihre Knitting Sessions, es gibt aber auch andere Workshops mit ihr. Checkt das gleich auf ihrer Website!

Outfit des Tages ... mit Unterhose

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Ich hab für J schon einige seiner ersten Unterhosen genäht. Die habe ich euch damals auch schon gezeigt und ich musste lachen, als ich gerade eben festgestellt habe, dass zwei der Unterhosen noch immer im Einsatz sind. Zwar schon knapp und eine schon löchrig, aber ich durfte sie noch nicht aussortieren.

Nun sind neue Unterhosen dazu gekommen. Anja und Brid von Studio Schnittreif haben nämlich ihren John jr-Schnitt überarbeitet und da habe ich gerne gestestet. Hier seht ihr ein Exemplar nach dem neu überarbeiteten Schnitt, wie er  seit heute als E-Book zu haben ist. Ich finde, dass die Unterhose toll sitzt, beim Zwickel ist weniger Stoff als zuvor, die Short sitzt eng aber es zwickt nichts, die Leibhöhe ist gut und das Kind überglücklich mit seiner coolen Unterhose mit dem Glitzergummi!




Dazu trägt J gerne sein Hochzeitshemd und ein feinstes Merino-Shirt drunter. Da fällt mir ein, dass ich euch noch nie unsere Merino-Shirts gezeigt habe... Ahhh, das muss ich jetzt echt mal machen, dann gibts auch mehr dazu! Nur soviel: Der Stoff ist unfassbar! Weich, kuschelig, glatt und nicht mal irgendwie kratzig! Gern trägt J auch die geschenkte Hose, die ich kürzlich geflickt habe. Inspiration und Anleitung dazu habe ich auf Instagram bei @Thuunlimited gefunden. Eine Heldin, deren Mission es ist, Kleidungsretter_innen aus uns zu machen. Ich würd sagen: Mission erfüllt! J war anfangs skeptisch ob meiner Stickerei, aber jetzt mag er sie!

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Unterhose
Schnitt: John jr. von Studio Schnittreif, Größe 122/128. Gibts übrigens auch in der Kombi mit der Männer-Unterhose John! Der aktualisierte Schnitt wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt. (Werbung)
Stoff: Schwarzer Jersey von Biostoffe.at (Affiliate Link - Werbung)
Gummi: Gummiband von Lieblingsstücke

Hemd siehe hier, es ist ein Michelhemd nach Fabelwald-Schnitt

Merinoshirt
Schnitt: Schmales Shirt, allerdings mit kurzen Ärmeln von Klimperklein. Aus dem Buch "Klimperklein - Nähen mit Jersey" von Pauline Dohmen.
Stoff: Allerfeinster Merinojersey in blau, 170 g/qm von Extremtextil

Hose geschenkt bekommen, nach vielen Einsätzen selbst geflickt.

Frühlingsmantel und einiges zu Lernen

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Schon seit langem möchte ich mir einen neuen (Winter)Mantel nähen. Einen dicken Wollstoff hätte ich schon zuhause - wenn nur nicht die Frage nach dem idealen Schnitt wäre. Im Herbst habe ich mir dann noch bei Zuleeg einen German Wool Tweed gekauft, mich endlich für einen Schnitt entschieden und einen Frühlingsmantel draus genäht. Und viel dabei gelernt. 

Aber vorweg: Ich finde den Mantel trotz aller Learnings tragbar und tue das auch mit Freude!


Genäht habe ich eine Jacke Marit aus dem La Maison Victor September/Oktober 2018, wobei ich ja die Länge eher als Mantel bezeichnen würde. Auf den Fotos und der technischen Zeichnung schaut der Mantel leicht A-förmig aus, eine Silhouette, die meiner Figur sehr entspricht. In echt ist das Ganze an mir allerdings sehr kastig und riesig, obwohl ich rund um die Hüfte auf die größere Größe geschwenkt bin, was die A-Silhouette ja verstärken müsste. Ich habe jedenfalls wieder mal festgestellt, dass mir solche kastigen Mäntel, so gut sie mir gefallen, nichts für mich sind. Ich brauche Mantelschnitte, die die Taille betonen. Und lieber keine überschnittenen Schultern (Von denen ich übrigens schon was weg genommen habe). Das wäre das erste Learning.

Daher habe ich bei meinem Mantel nicht die vorgesehe Knopfleiste gemacht, sondern einen Gürtel angebracht, mit dem ich den Mantel schließen kann, die Vorderteile überlappen dann. So wird meine Taille betont. Nachdem da dann recht viel Stoff ist, schaut das - so musste ich auf den Fotos feststellen - mäßig vorteilhaft aus. 

Vielleicht trägt zu diesem Oversitze-Feeling auch bei, dass ich wahrscheinlich einen dünneren Stoff vernäht habe, also von LMV vorgesehen. Denn ich habe mich genau an die Maßtabelle gehalten und so oversized schaut der Mantel an anderen nicht aus. Nächstes Learning zur Stoffwahl: Ganz genau schauen!



Bei meiner gekauften Winterjacke habe ich festgestellt, dass mir das mit den nun längeren Haaren, Schal und Kragen oder Kapuze schnell zu viel wird. Also habe ich den vorgesehen Kragen bei meinem Mantel weg gelassen. Und ich habe rausgefunden, dass das eine kragenlose Jacke/Mantel super für mich ist. Wenn es windig oder kühler ist, trage ich einen Schal oder ein Tuch dazu und es gibt trotzdem kein riesen Gewurschtel. Erfreulich!



Mit dem tollen Fischgrat-Wollstoff von Zuleeg, gewebt in Deutschland, kam dieses tolle Webettikett (nennt man das so?) mit. Mit solchen Dingen kann man mich mächtig beeindrucken, das muss ich sagen. Voller Freude hab ich dieses Label also in meinen Mantel genäht.

Dann habe ich gelernt, ein Futter hinzuzufügen. Der Schnitt sieht nämlich kein Futter vor, ich wollte aber unbedingt eins haben. Schon allein, damit ich den vorhandenen flaschengrünen Futterstoff mit seinem Perfect Match, dem Tweed, vereinen konnte. So kommt hier also auch noch #12ausdemstoffregal von Tweed&Greet in Spiel. Denn im Februar - da habe ich den Mantel zumindest genäht, auch wenn der Blogpost erst jetzt kommt - drehte sich alles um "Füreinander gemacht". Wer, wenn nicht diese zwei?


Nun mache ich mich also auf die Suche nach meinem (!) Mantelschnitt. Denn auch wenn ich den Mantel trage und mich wohl darin fühle - perfekt ist er für mich nicht. Was wäre perfekt? Tailliert, vielleicht ohne Kragen, wobei für tiefsten Winter auch eine Kapuze praktisch wäre. Oben und unten sollte man leicht zwischen den Größen wechseln können zwecks individueller Anpassung auf meinen Körper. Und wenn möglich mit weniger als 30 einzelnen Schnittteilen. Der Mantel soll schließlich bis zum Herbst fertig sein! ;-)


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Frühlingsmantel
Schnitt: Jacke Marit, La Maison Victor, September/Oktober 2018. Mit Änderungen, siehe Text.
Stoff: German Wool Tweed, Farbe Schneewittchen, von Zuleeg.
Accessoire: Ansteck-Pin für begeisterte Zeichner_innen von Sketchnote Love.

Als Mauersegler im Fasching

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 J hat schon im Herbst begonnen zu überlegen, als was er sich im Fasching verkleiden möchte. Recht bald ist er dann auf einen Mauersegler gekommen, weil die so schnell fliegen können, im Sturzflug mehr als 200 km/h. Sehr beeindruckend, muss ich zugeben! ;-)

Bei diesem Wunsch ist er dann über Monate hinweg geblieben und ich habe die Herausforderung angenommen. Zuerst mehrere Entwürfe gezeichnet, recherchiert, mich mit J ausgetauscht und langsam hat alles Form angenommen.


Erstmal hat J ein schwarzes Kurzarmshirt angezogen, das hatte ich ihm im Vorjahr für das Rauchfangkehrer_innen-Fest im Kindergarten genäht. Dann habe ich ihm eine Mottis Skinny-Jeans aus schwarzem Stretch-Jeans genäht. Die sitzt diesmal wirklich ziemlich knackig, aber es sollte so sein. Denn "ein Vogel hat ja ganz dünne Beine!" Soweit ist das Kostüm also wieder alltagstauglich, was mir doch wichtig ist, bei der Arbeit und vor allem den hochwertigen Materialien, die da drinnen stecken. 


Die Maske hatte J in seiner Verkleidungskiste. Ich habe nur aus schwarzem Tonpapier den Schnabel dran gebastelt. Schaut echt supercool aus!

Und dann braucht so ein Mauersegler natürlich Flügel. J wollte echte Federn haben oder zumindest einen Stoff mit Federn drauf. Ich wollte nicht überall Federn herum liegen haben und einen fertigen Stoff habe ich nicht gefunden. J war zuerst sehr skeptisch meinem Plan, die Federn aufzumalen, gegenüber. Aber als er das fertige Ergebnis gesehen hat, war er total berührt und überglücklich und hat mir als Dankeschön sogar was geschenkt! Hachtz!

Die Flügel habe ich ähnlich wie einen Bolero genäht. Konstruiert mit einem Shirt-Schnitt mit dem Rückenteil und den Ärmeln. Und dann natürlich die für den Mauersegler typischen Schwanzfedern dazugeschnitten. Den Halsausschnitt und die Ärmel-Kanten habe ich mit einem Bündchen eingefasst. Die Schnittkanten einfach mit der Overlock versäubert, so rollt sich nix ein und der Aufwand hält sich in Grenzen.


Das Kostüm ist bei Js Kindergarten-Freund_innen auch sehr gut angekommen, ich hab gleich jede Menge Bestellungen bekommen! Hehe!


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Hose
Schnitt: Mottis Jeans slimfit, von Made for Motti
Stoff: Schwarzer Jeans mit Elastan aus dem Stoffsalon

Mauersegler-Umhang
Schnitt: selbst konstruiert
Stoff: Schwarzer Jersey aus dem Stoffsalon

Mein Kleid mit Struktur

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Mein Stofflager. Es ist groß. Vielfältig. Umfangreich. Geliebt. Im Resteverwerten bin ich mäßig gut. Im Ablehnen von geschenkten Stoffen schlecht. Aber ich kaufe seit langer Zeit nur mehr Stoffe für konkrete Projekte in genauer Menge. Diese Projekte nähe ich auch, wenn auch nicht immer zeitnah.

So geschehen mit diesem wunderschönen Struktur-Jacquard in Bio-Qualität.

Ende letzten Jahres hat Selmin von Tweed&Greet die Challenge #12ausdemstoffregal verkündet. Jeden Monat wirds ein Thema geben, nach dem wir unser Stofflager durchforsten können. Und Pläne schmieden, sich Inspiration holen, was draus nähen, was in Angriff nehmen. Es geht nicht darum, Stoffe abzubauen oder sich ein Stoff-Kauf-Verbot aufzuerlegen, sondern es geht bei der Challenge darum, Schätze vor den Vorhang zu holen!

Für den Jänner hat Selmin das Thema Struktur ausgewählt. Ein sehr passendes Thema für den Jahresanfang! Und ich habe das Thema zu Anstoß genommen, dieses Hoodie-Kleid zu nähen.
 

Den Stoff, es ist ein Bio-Jacquard von Albstoffe, hab ich im Herbst bei den Biostoffen gekauft. Den Plan habe ich gefasst, weil ich mein blaues Hoodie-Elsenkleid sehr gerne trage und dieser Diamond-Strukturstoff wirklich genial ist. Ich hab für J ja letztes Jahr seinen Faschingskostüm-Dinosaurier-Hoodie aus dem Stoff in grün genäht und der ist nach vielen vielen Wäschen noch immer wunderschön! Also mach ich nun mit dem dreidimensionalen Diamanten-Muster in dunkelgrau auf Ringelnatter oder so! :-D

Genäht habe ich eine Else von Schneidermeistern. Mit tiefem Ausschnitt, überlappender Kapuze und Joggingrock-Saum. Hübsch, bürotauglich und sehr bequem. Wenn´s sehr kalt ist, mit Merino-Unterkleid und sonst mit ein, zwei Schichten drüber. Ich trage es gern und freu mich, über den Anstubser der #12ausdemstoffregal-Challenge! Schaut nun mal hier bei Selmin gibts einerseits ihre coole Samthose und andererseits die gesammelten Beiträge zur Challange! Wow, sag ich nur! ;-)

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Kleid
Schnitt: Else 7 auf einen Streich von schneidernmeistern. Gibts in limitierter Auflage auch als wunderschönes Papier-Schnittmuster.
Stoff: Diamond Knit-Jacquard, dunkelgrau, aus der Hamburger Liebe-Kollektion Pattern Love, von den Biostoffe.at. (Affiliate Links)

Le Retro für den Mann

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Ja. Unterhosen zu fotografieren üb' ich noch. Aber bis zu schönen, ansprechenden Ergebnissen in feinem Ambiente wollte ich euch nicht warten lassen, bis ich euch von diesem Schnitt erzähle! ;-) 

Im Snaply-Magazin vom Oktober 2018 gibts ein kostenloses Schnittmuster von Petra von Pedilu: Le Retro ist eine enge Herren-Unterhose, die wirklich sehr gut sitzt! Ich durfte den Schnitt Probenähen und schon die Probenäh-Exemplare haben sich so bewährt, dass nun Nachschub einziehen durfte.

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Einmal in schwarz mit schwarz-goldenem Gummiband und einmal in rot mit einem edlen Marine-Gummiband. Ich finde diese Kombis superschick und freue mich, dass ich da freie Hand in der Auswahl habe! Solche Shorts sind auch praktisch, um Stoffreste zu verbrauchen. Natürlich braucht man schon eine gewisse Menge an Stoff, aber man könnte ja auch Stoffe miteinander kombinieren oder zumindest den Zwickel innen aus einem Kontraststoff machen. Wenn es die Stoffmenge bzw. das Format meiner Reste zulässt, verzichte ich bei Le Retro gerne auf die Seitennaht. Minimal mehr gewurschtel beim Nähen, aber noch einen Tick bequemer vielleicht.


Also: Volle Empfehlung und ein großes Danke an Petra und Snaply für den kostenlosen Schnitt von Le Retro. Und falls ihr einen Mann auch noch anderwertig beschenken wollt: Petra hat in der Dezember-Ausgabe vom Snaply-Magazin einen weiteren kostenlosen Schnitt veröffentlicht: Die ziemlich ausgeklügelte Schürze Le Cook. So eine könnt ich auch gebrauchen! ;-)

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Unterhose
Schnitt: Le Retro von pedilu; über Snaply.
Stoffe und Zubehör: Stoffe aus meinem Fundus; Gummibänder von den Lieblingsstücken.

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Warm eingepackt mit Zip-in-Zip-Jacke

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Der Softshell-Mantel für meinen Sohn wurde nach 4 Wintern nun doch etwas knapp. Unglaublich, wiiiiie lange manche Stücke mitwachsen, oder? Wobei er nicht mal ganz zu klein geworden ist, denn er trägt den Mantel nun am Hof für Bauarbeiten als Jacke. Hihi! Und für die übrige Zeit habe ich ihm einen Wind&Wetter-Parka von Lotte&Ludwig mit zwei Zip-in-Zip-Jacken, wie der Sohn sagt, genäht.


Vor solchen aufwändigen Projekten habe ich immer etwas Respekt, Nähzeit ist ja begrenzt, ich bin aber dann immer wieder erstaunt, wie schnell die Stücke dann doch fertig sind. Und ich bin erstaunt, wie genial diese Winterjacke geworden ist!




Die Außenjacke habe ich aus wasserdichtem Funktionsstoff von Extremtextil genäht.  Das ist Cordura, ein Drei-Lagen-Laminat und wirklich ein lässiger Stoff. Toller Griff, sehr robust, angenehm zu vernähen, wasser- und winddicht, kräftige Farbe ... ich bin begeistert!

Die Innenjacke ist aus ziegelrotem Bio-Kuschelsweat von den Biostoffen. Gefüttert sind beide Jacken mit streichelweicher Baumwoll-Popeline, ebenfalls von den Biostoffen. Die Innenjacke kann auch solo als gefütterte Sweatjacke getragen werden, die Außenjacke als Wind- und Regenjacke ebenso. Und für die sehr kalten Tage habe ich für J noch eine zweite Zip in-Jacke aus Merinofleece genäht. Unglaublich kuscheliges Ding, das sehr gerne zum Einsatz kommt und mit der Außenjacke gemeinsam wirklich super wärmt. Also drei Jacken, die fast das ganze Jahr über zum Einsatz kommen können, ich bin begeistert!


Auf die Außenjacke hab ich reflektierende Folie aufgebügelt. Schaut cool aus, hält auf diesem sehr glatten Stoff allerdings nicht so gut. Super Ergebnisse erzielt man mit der Folie, so habe ich gehört, mit Softshell. Am ersten Bild oben seht ihr allerdings, dass ich schon eine neue Lösung gefunden habe: Testweise ein Streifchen aufgeklebt und nach mehreren Wochen kann ich sagen: Es hält! Also werden die runterfallenden Quadrate nun durch selbstklebende Signalfolie, die auch bei der Seenotrettung zum Einsatz kommt, ersetzt.


Ich weiß gar nicht, wie oft ich das Schnittmuster des Wind&Wetter Parkas von Lotte&Ludwig schon genäht habe. Oft jedenfalls. Und immer wieder sehr begeistert. Aber ich muss schon sagen, mit der Zip in-Jacke hat sich Svenja selbst übertroffen. Das ist so ein leiwandes Ding, super professionell, unglaublich gut erklärt, großartige Passform ... so macht das Nähen wirklich Spaß! Ich bin gespannt, wann dann mal ein Parka für mich folgt. Denn allein dieses Merinofleece ist ein Wahnsinn, das möchte ich auch tragen. Aber für so einem noch größeren Projekt für mich muss ich mir einfach mal genug Zeit nehmen. Aber wann? Ihr kennt das bestimmt. Aber vielleicht nähe ich einen Parka für den Frühling und die Merino-Zip in-Jacke dann im Herbst...


Werbung: Affiliate Links zu Biostoffe.at

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Winterjacke
Schnitt: Wind&Wetter-Parka inklusive Zip in-Erweiterung von Lotte&Ludwig
Stoffe: Cordura, königsblau von Extremtextil; Kuschelsweat dunkelrot/ziegelrot meliert; Bündchen dunkelrot/ziegelrot meliert; Baumwoll-Popeline, dunkelblau; alles von Biostoffe.at (Affiliate Links zu Biostoffe.at. Wenn ihr über diese Links einkauft, erhalte ich eine kleine Provision. Das würde mich sehr freuen!)
Material: Zipps (teilbar rot und teilbar blau) von Biostoffe.at (Affiliate Links zu Biostoffe.at. Wenn ihr über diese Links einkauft, erhalte ich eine kleine Provision. Das würde mich sehr freuen!); Schrägband aus meinem Fundus; Reflektierende Folie zum Aufbügeln (ideal zb für Softshell) und Reflektionsfolie selbstklebend sowie Elastisches Einfassband, blau von Extremtextil.

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Bär, Fuchs und Wal :: Die leuchten in der Nacht!

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Hallo in diesem neuen Jahr! Heute zeige ich euch hübsch und vor allem praktisch verpackte Weihnachtsgeschenke. Für meine zwei Neffen und meinen Sohn habe ich Shirts genäht, auf die ich in der Nacht leuchtende Tiere aufgebügelt habe. Verpackt waren die Shirts in Dreieckstücher aus wunderbar weicher Musselin, farblich passend, im Diamant-Design. Gibts auch noch in drei anderen Farben.



Für die Tücher habe ich einfach ein Quadrat in der Größe von 1 x 1 Meter diagonal geteilt und mit buntem Garn mit einem Rollsaum versehen. So hat jedes Kind sein eigenes Tuch, die Geschwister können ihre nicht vertauschen und ich finde, dass es auch einfach hübsch aussieht.


Die Größe ist super für Kinder aber auch für ein leichtes Tuch für Erwachsene passend. Der Musselin-Stoff ist sooo weich und kuschelig, ich werde mir also aus den Resten wohl auch ein Exemplar nähen. Die Größe ist außerdem gut, um Geschenke darin zu verpacken: Für die Shirts hats voll ausgereicht, aber auch ein anderes Geschenk fand gut darin Platz.


Die Langarm-Shirts habe ich nach dem Schnitt des Mädchen-Shirts von Klimperklein genäht, die Taillierung habe ich rausgenommen. Ich mag an diesem Schnitt sehr gerne, dass die Leiberln so schön figurnah aber dennoch nicht eng sitzen. Die Shirts sind aus einem weichen Jersey von Albstoffe, den ich mitsamt den farblich passenden Bündchen bei den Biostoffen gekauft habe. 




Für die Motive habe ich die Bildersuche bemüht, die Tiere etwas nach meinen Vorstellungen umgezeichnet und dann als ganzes aus der Bügelfolie ausgeschnitten. Danach habe ich Bär, Fuchs und Wal zerschnitten und die Teile synchron auf das zugeschnittene Vorderteil (Stoff wie immer vorgewaschen) gelegt. Das ist ein bissl eine Fuzelei, aber mit etwas Ruhe und Pinzette klappt es dann doch echt gut. Backpapier drauf und nach Anleitung aufbügeln und sich freuen. Es ist wirklich so einfach und der Leucht-Effekt im Dunklen echt spitze! Und die erste Waschung ist ohne Qualitätsverlust erfolgt. 



Jetzt freue ich mich sehr auf das neue Blog-Jahr mit euch! Ich hab schon einige neue Posts in Planung, hab Schnitt zu Frau Elly von Studio Schnittreif und den passenden Stoff dafür schon bereit liegen, arbeite an der ersten Runde von Selmins von Tweed & Greet neuer Challenge #12ausdemstoffregal und bin einfach gespannt, was nähtechnisch 2019 auf mich zukommt.

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Tücher
Schnitt: Ein Quadrat in der Größe von 1 x 1 Meter in der Diagonale teilen. Das ergibt zwei tolle Dreieckstücher, die nur noch gesäumt werden müssen, zum Beispiel mit einem Rollsaum der Overlock.
Stoff: Musselin Diamond grey, von Biostoffe.at. Gibts auch in den Farben Mint, Rose und Blue. (Affiliate Links zu Biostoffe.at. Wenn ihr über diese Links einkauft, erhalte ich eine kleine Provision. Das würde mich sehr freuen!)


Leiberln
Schnitt: Mädchen-Shirt aus dem Buch "Klimperklein - Nähen mit Jersey" von Pauline Dohmen.
Stoff: Jersey dunkelgrau; Bündchen dunkelgrau; beides von Biostoffe.at (Affiliate Links zu Biostoffe.at. Wenn ihr über diese Links einkauft, erhalte ich eine kleine Provision. Das würde mich sehr freuen!)

Zubehör: Bügelfolie "Leuchtet im Dunklen" von den Lieblingsstücken.