19nullsieben

19nullsieben ist ein DIY Blog aus Wien.

Rosa Streifen auf Wurmholz



Für Kindershirts bediene ich mich gerne bei meiner großen Stoff-Kiste. Dort finden sich kleinere und größere Stoffschätze wie dieser Jersey mit rosa-weißen Streifen von Nosh. Der glatte Griff und das Wissen über die tolle Qualität der Biostoffe hat mich gleich wieder an die Enttäuschung erinnert, dass Nosh nicht mehr außerhalb von Finland verschickt.

Aus dem Reststück von einem Shirt und einer Jacke von mir, habe ich noch haarscharf dieses simple Shirt nach Klimperklein-Schnitt rausbekommen. Kombiniert mit pinkem Bündchen von Albstoffe trifft das Leiberl voll meinen Geschmack. Und auch den des Kindes, dem ich das Shirt geschenkt habe.


Gerade bei Geschenken überlege ich immer, ob ich nicht die Bündchennaht doch mit einem Jersey-Streifen verdecken sollte. Auf den Fotos würde es viel schöner aussehen - aber ich hoffe, das mit dem tollen Wurmholz-Schreibtisch wieder wett zu machen! ;-) Und ich habe mit dieser Nahtversäuberung einfach nicht viel Übung, die Ergebnisse haben mich bisher nicht immer überzeugt und dieses Risiko möchte ich bei Geschenken dann doch nicht eingehen. Und im getragenen Zustand sieht man's eh nicht...


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Shirt
Schnitt: Simples Shirt aus dem Klimperklein-Buch von Pauline Dohmen, Größe 128, Länge 134
Stoffe: Jersey von Nosh, Bündchen fuchsia von stoffbüro/Albstoffe

Ein Vorgeschmack auf den Herbst :: Frau Elly


Eigentlich wollte ich euch dieses Kleid erst im Spätsommer zeigen als Inspiration für eure Herbstgarderobe. Allerdings ist das Wetter jetzt so passend für Frau Elly, dass ich sie euch jetzt schon zeige. Außerdem lässt sich der Schnitt von Studio Schnittreif auch gut ohne angesetzte Ärmel nähen - dann habt ihr ein super Sommerkleid!


Ich hab mein Kleid aus einem wohlgehüteten Jersey von Nosh genäht. ein wunderschönes Flaschengrün mit schwarzen Schwänen drauf. Ein toller Stoff und ewig schad, dass es keine Nosh-Stoffe mehr (außerhalb von Finnland?) zu kaufen gibt. Dabei hab ich doch eh fleissig bestellt!? ;-)


Der Schnitt von Frau Elly sieht eigentlich einen Gürtel in der Taille oder auf der Hüfte vor, aber ich trage das Kleid lieber ohne Gürtel. Ich brauche diesen Akzent hier irgendwie nicht, aber das ist sicherlich abhängig von Körper und persönlichen Vorlieben.



Das Kleid ist wirklich schnell genäht. Die überschnittenen Schultern, angesetzte eher schmale Ärmel und eine bequeme Weite, ein schöner Ausschnitt, der die BH-Träger gut verdeckt... Ich trage meine Frau Elly seit einigen ... ja, Monaten sehr gerne!


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Kleid
Schnitt: Frau Elly von Studio Schnittreif. (Werbung: Der Schnitt wurde mir als Mitglied des Studio Schnittreif-Probenähteams kostenlos zur Verfügung gestellt.)
Stoff: Jersey von Nosh



Upcycling :: Meine Streifen-Bluse


Diese Hitzetage überstehe ich am besten in einem leichten Leinenkleid oder einer luftigen Bluse wie dieser hier.




Ich habe die Challenge #12ausdemstoffregal von Selmin von Tweed&Greet zum Anlass genommen, endlich diese Bluse zu nähen. Das Ausgangsmaterial - ein gestreiftes Herrenhemd - lag nämlich schon ewig lang in meiner Stoffkiste. Meine Mama hat es mir beim Fetzenmarkt in meinem Heimatort gekauft, nachdem ich mir diesen Rock und für J eine Hose aus einem Hemd genäht hatte.
Und nun stand für Juni das Thema Streifen auf der Challenge-Agenda - da war also klar, dass das Hemd endlich unters Messer kommen wird. Streifengang kann ich!





Genäht habe ich die Bluse nach dem Schnittmuster Hugo von Milch. Kennt ihr das Label Milch aus Österreich? Die Milch-Chefin Cloed Baumgartner hat bis vor wenigen Tagen aus gebrauchten Anzügen, Hemden, Jeans etc. coole Teile entworfen und im Waldviertel produzieren lassen. So genial! Die Produktion hat sie nun leider eingestellt, der Fokus liegt in Zukunft auf dem Verkauf von Schnittmustern.

Einige Schnittmuster gibt es bereits seit längerem zu kaufen, darunter auch Hugo. Eine Bluse oder wahlweise auch als Rock zu tragen, aus einem großen Herrenhemd. ziemlich genial und ausgeklügelt, wie ich finde. So wird die Knopfleiste zum Ausschnitt, die Manschetten finden sich am Rückenteil wieder...




Ich habe nach dem Schnittmuster genäht, allerdings ohne vorher nachzumessen. Also war die fertige Bluse um die Hüfte rum zu eng. So habe ich aus dem übrigen Hemdstoff einen gerafften Einsatz eingenäht. Schaut ganz okay aus, find ich.... Das nächste Mal werde ich jedoch vor dem Zuschneiden nachmessen, denn ich hab bei den Ärmeln Stoff weggeschnitten, den ich aber dringend gebraucht hätte. Vielleicht geht das also auch ohne eingenähten Keil...

 
 

Jetzt lade ich euch ein, euch zu Selmins Linkparty rüber zu klicken. Dort findet ihr eine feine Streifengang mit echt hübschen Streifenteilen! Tolle Inspiration! Und vielleicht habt ihr ja Lust, beim nächsten #12ausdemstoffregal mit dabei zu sein? Das Thema steht schon fest, ist ja schon Juli! ;)


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Bluse
Schnitt: Hugo, Modell #3, Open Design von Milch
Stoff: Altes Herrenhemd, Baumwolle, aus meinem Fundus

Abschied aus dem Kindergarten :: Dankeschön


Wir nehmen gerade Abschied aus dem Kindergarten. Vergangenen Freitag war der letzte Kindergartentag des normalen Betriebes. Jetzt ist 9 Wochen lang Sommerbetrieb, wo die Kinder eigentlich nur im Garten sind, die Kindergärtner_innen abwechselnd auf Urlaub... Daher haben wir den letzten regulären Tag genutzt, und den fünf Pädagog_innen und Assistent_innen der Kiga-Gruppe von J ein Dankeschön übergeben. 


Wir haben Dinge gesammelt, für die wir uns bedanken möchten und ich habe daraus eine Sketchnote gestaltet. Das "DANKE" hat J gemalt. Und dazu gab es einen Duftkissen-Regenbogen: Fünf Duftkissen in Regenbogenfarben vorne, hinten aus sehr sehr altem Leinen und mit meinem Namensband. Die Duftsäckchen sind 10 x 10 cm groß.

Gefüllt habe ich die Duftkissen mit Lavendel aus unserem Garten und anderen feinen Kräutern, die Mut machen und Entspannung schenken. Die Infos dazu habe ich aus dem Buch "Naturkinder: Ideen, Rezepte und Aktionen für drinnen und draußen" von Caroline Hosmann.




Die Eltern von Schulkindern muss ich jetzt fragen: Ist euch der Abschied aus dem Kindergarten auch so schwer gefallen? 5 Jahre, beste Betreuung, große Freundschaften, Abenteuer, Geborgenheit, Freude am Entdecken und Ausprobieren. 5 Jahre Willkommen sein so wie man ist. 5 Jahre des Wachsens, Ankommens, stets größer werdendes Selbstbewusstsein.

Mir haben (neben einem wunderbaren, tränenreichen Sommerfest mit der Verabschiedung der Vorschulkinder) das Zeichnen und Nähen sehr geholfen, mich mit dem Abschied auseinander zu setzen. Mich damit anzufreunden. Und ich finde ja, dass Abschiede zelebriert werden dürfen, dass traurig sein dazu gehört. Damit etwas Neues - und das ist hier eine wunderbare Schule - gut beginnen kann.




T-Shirts im Stoff-Mix


Sind sie nicht schön, diese Musterstoffe? Bei mir bin ich mit gemusterten Stoffen ja sehr zurückhaltend, außer bei Streifen. Was mir aber auch an mir gefällt und ich ganz wunderbar an Kindern finde, sind gemusterte und unifarbene Stoffe kombiniert. Netter Nebeneffekt: Auch Stoffreste lassen sich so super vernähen, überhaupt bei Kindershirts.



Hier habe ich für die Töchter meiner Freundin Leiberln zu ihren Geburtstagen genäht. Dunkelblauer Bio-Jersey mit ebensolchen Musterstoffen kombiniert. Einmal diese superlieben Windräder in weiß auf marine und einmal ein grafisches Muster aus dem ehemaligen Stoffbüro, ein Design von Änni Sews. Ich weiß gar nicht, welche Kombination mir besser gefallt - sie sind beide einfach so hübsch.



Genäht habe ich T-Shirts aus dem Klimperklein-Buch "Klimperklein - Nähen mit Jersey für Kinder". Den Schnitt habe ich schon öfters für J genäht, einfach immer wieder toll. Ein ganz klassisches, luftiges Shirt, das man auch mit Passe nähen kann, wie ich es hier gemacht habe. 


Viel Freude mit euren Leiberln! Auf dass sie euch lange begleiten! :)

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T-Shirts
Schnitt: T-Shirt mit Passe aus dem Buch "Klimperklein - Nähen mit Jersey für Kinder" von Pauline Dohmen
Stoffe: Jersey marine von Albstoffe, Bündchen marine von Albstoffe, Jersey Grafik-Druck blau-weiß, alle übers stoffbüro; Jersey Pinwheels marine von Biostoffe.at (Affiliate Links zu Biostoffe.at)

I did it OHLALA!


Wir stehen am Ende der heurigen Fashion Revolution Week. Eine Woche, in der es gilt, auf die Produktion von Textilien und als Selber-Näherin wohl auch auf die Produktionsbedingungen von Stoffen aufmerksam zu machen. Ich habe viel Spannendes dazu gelesen und gesehen, Einblicke in Stoffproduktionen gewonnen und viel nachgedacht.

Mit dem selbst Nähen - was auf einen sehr sehr großen Teil meiner Kleidung zutrifft - setzt man dem schrecklichen Zustand der Textilindustrie ja schon was entgegen. Bei den Stoffen und Materialien lege ich Wert auf eine biologische und nachhaltige Produktion, regionale Stoffe - wie das Leinen aus Kärnten oder Oberösterreich - finde ich schlichtweg genial! Ich muss zugeben, dass ich nicht ausschließlich nachhaltige Stoffe und Zubehör kaufe, aber mittlerweile machen diese Stoffe den größten Anteil meiner vernähten Stoffe aus. Natürlich sind diese Stoffe teurer als herkömmliche, aber mir ist das wichtig. Verbunden mit der Überlegung, was ich bzw. wir wirklich brauchen, geht sich das für mich gut aus.


Ich möchte euch heute eines meiner aktuellen Lieblingsoutfits zeigen. Wo fange ich an? Am besten bei der Hose. Hosen nähen ist für mich ein eher schwieriges Unterfangen, da ich selten ohne Änderungen in einen Schnitt passe. Dieser Schnitt mit seinem tiefen Schritt, den Bundfalten und dem Gummibund oben stimmte mich sehr positiv, dass mir die Hose ohne großartige Änderungen passen wird. Und der Schnitt hat mich nicht enttäuscht - im Gegenteil, es ist eine Hose entstanden, die ich seit dem ersten Tag rauf und runter trage. Der Schnitt ist von Claire Massieu, heißt Courant und ich habe ihn letzten Sommer im Croundfunding der beiden Designerinnen für ihre erste Kollektion "La vie en ohlala" erstanden. Zu den gewählten Schnitten habe ich feine Etiketten bekommen, die ich in meine entstandenen Stücke einnähen kann. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich das Etikett sehe, ich finde es nämlich sooo schön!


Die Hose ist echt super! Ich habe sie aus einem total schönen Bio-Chambray in der Farbe Tabak, gekauft bei den Biostoffen aus Wien, genäht. Der leichte Stoff ist aus tabak und schwarz gewebt und hat so einen total schönen sanften Schimmer. Und er trägt sich echt unglaublich gut! Das Nähen klappte einwandfrei, der Schnitt ist raffiniert aber keineswegs kompliziert zu nähen. Was mir auch sehr gut daran gefällt ist, dass man die Hose sowohl aus Jersey als auch aus feinen oder festen Webstoffen nähen kann. Damit ist man mit einem Schnitt sehr flexibel im Look, den man haben möchte.


Sowohl die Farbe als auch der Schnitt sind erstaunlich kombinationsfreundlich. Es passen sowohl figurnahe Shirts, kastige Blusen als auch klassische T-Shirts dazu, drüber gehen Pulli, Cardigan wie Blazer.

Farblich passen blau, schwarz, taupe oder weiß perfekt - damit sind wohl 80 Prozent meiner Oberteile abgedeckt. Auch grün und türkis kann ich mir gut vorstellen, einzig grau passt von meinen Teilen nicht wirklich.

Diese vielen Kombinationsmöglichkeiten sind für mich total praktisch und ich finde so sinnvoll, denn ich möchte möglichst viele meiner Teile einfach dazu anziehen können und gut aussehen! :-)


Hier trage ich ein Swag-T-Shirt aus der Feder des Wiener Labels Fashiontamtam dazu, genäht aus einem der letzten Stoffe aus dem Stoffbüro. Streifen in meerblau und weiß, mit passendem Bündchen in meerblau. Bio-Qualität, designed und produziert in Deutschland. Den Schnitt des Shirts habe ich euch schon im November 2018 bei der 19nullsieben-Festwoche vorgestellt und ich liebe ihn noch immer. Einfach ein Klassiker, und dann noch mit Streifen. Hach!


Der Schal, den ich trage, hab ich auch aus einem Stoffbüro-Jaquard genäht, ebenso bio, designed von Petra Wünsche aka Pedilu und produziert von Albstoffe in Deutschland, exklusiv fürs Stoffbüro. Der Loopschal ist schon seit recht langer Zeit sehr oft im Einsatz, ich mag ihn total gerne.


Ja und die Jacke! Das ist ein Lisbon-Cardigan, den ich etwas verlängert habe. Vernäht habe ich Merino-Jersey und da wollte ich rundum gut gewärmt sein. Den Stoff habe ich bei Extremtextil gekauft. Ein Shop, den ich für Outdoor-Stoffe sehr schätze und auch die Merinostoffe sind ein Hammer. Die dünnsten Merinojerseys sind ein absoluter Wahnsinn (ich werde sie euch nochmal extra vorstellen) aber auch dieser hier, mit 270 Gramm schon recht dick und gut wärmend, ist kuschelweich und kratzt null. Wirklich null. Nicht mal das empfindliche Kind!

Die Merinostoffe von Extremtextil sind, soweit ich weiß, mit keinem Nachhaltigkeits-/Bio-Label ausgezeichnet. Gerade bei Merinowolle ist Mulesing ja ein großes Thema... Aber auf der Website steht in der Produktbeschreibung, dass der Hersteller sich bei der Tierzucht und bei der Produktion Nachhaltigkeit, ethische Verantwortung und Umweltfreundlichkeit oauf die Fahnen geschrieben hat. Also hoffe ich, dass ich hier ein gutes Produkt trage - ich habe mir aber vorgenommen, da nachzufragen und den Produktionsbedingungen auf den Grund zu gehen!


Die Qualität der Merinowolle ist jedenfalls großartig. Ich trage den Cardigan seit einem Jahr sehr intensiv - man sieht es ihm nicht an! Und dass ich den Schnitt vom Lisbon-Cardigan liebe, muss ich euch wahrscheinlich nicht erzählen. Ich hab euch ja schon ein paar Exemplare gezeigt. Als Anstecker trage ich das Logo des Österreichischen Frauenvolksbegehrens aus Holz, ein ganz tolles Teil von Waldstück aus Österreich. Auch ein wichtiges Thema.


Und hiermit schließe ich zur Fashion Revolution Week. I made my clothes, I did it ohlala, Waldviertler made my shoes und ich habe eine Idee, wo meine Stoffe herkommen.


Hose
Schnitt: Courant von Claire Massieu aus Deutschland
Stoff: Chambray tabak, gibt es derzeit noch mit Pünktchen oder auch in anderen tollen Farben, gekauft bei Biostoffe.at (Affiliate Links zu Biostoffe)

T-Shirt
Schnitt: T-Shirt #swag, kurzarm, von Fashiontamtam aus Wien
Stoff: Jersey von Stoffbüro, in Bioqualität von Albstoffe in Deutschland gestrickt.

Jacke
Schnitt: Lisbon Cardigan von Itch to Stitch, zum Testen kostenlos von der Näh-Connection auf Deutsch bekommen.
Merino Single-Jersey, 270 Gramm pro Quadratmeter, dunkelblau, von Extremtextil

Schuhe
G10 Chui in flachs, von der wunderbaren Österreichischen Firma Gea, die die Schuhe noch in Österreich produziert. Ich finde Passform, Fußbett und Qualität super, die Schuhe tun mir gut. Ich mag Aufmüpfigkeit, Ehrlichkeit und die Philosophie dahinter. Meine haben ein Komplettservice hinter sich, da waren sie wieder so gut wie neu und so trage ich sie nun schon viele viele Jahre! Wenn ihr Schuhe braucht - schaut zu Waldviertler Gea!

Der maschingestrickte Cardigan


Gestern habe ich es schon angekündigt, in meinem Post zum Maschinstricken. Heute zeige ich euch meinen genialen Cardigan aus selbst maschingestrickter Meterware. Aus wunderschönem Musterstoff - ein Fangpatent - aus reiner Merinowolle. Superedel. Kuschelig weich. Schön warm.


Ich habs gestern schon geschrieben. Ich bin nach der Knitting Session nach Hause gekommen und hab mich nicht getraut, zu nähen. Erst nach 2, 3 Wochen habe ich die Stulpen genäht. Aber dann war der Mut verbraucht. Ich traute mich nicht echt über einen Cardigan-Schnitt drüber. Hatte keine genaue Idee, wie ich am besten die Kanten versäubere. Wusste, dass man den Stoff nicht richtig bügeln darf, da sonst das Muster verschwindet und ganz flach wird. Und überhaupt - was, wenn ich den geilen Stoff versaue?! 

 

Zum Glück wusste ich einen Ausweg und der heißt Walter Lunzer. Ich habe einen Termin für seine Stitching Session gebucht und bin mit Stoff und meinen Wünschen losgezogen. Und das war eine gute Entscheidung.



In der Stitching Session haben wir zuerst die Möglichkeiten der Kantenversäuberung besprochen und ausprobiert - um sie dann über Bord zu werfen. Walter hat mich nämlich an die Puppe gestellt und gemeint, ich solle meinen Cardigan der Schneiderpuppe mal aufstecken. An der Puppe drapieren. Und ich sags euch, das ist genial! So ist dieser fantastische Schalkragen, der aus dem selben Stück ist wie die Vorderteile, entstanden, der so beim Stricken gar nicht geplant war! So haben wir festgestellt, dass wir die vordere Kante gar nicht versäubern müssen, da sich der Strick wunderbar einrollt. So ist mein Einzelstück mit unterschiedlich langen Vorderteilen entstanden.


Der längere Vorderteil ist im unteren Teil glatt gestrickt, das hatte ich für den Start vor dem Muster ausprobiert. Und an der Puppe hat das so genial ausgeschaut, dass ich es gleich so gelassen habe. Also schon versäubert, aber in der Länge unterschiedlich. Ebenso, also Ausgleich, die Ärmel. Der lange Ärmle auch in Kombination mit Muster und glatt gestrickt. Wenn es kühl ist, trage ich am Dreiviertelärmelarm meine Stulpen, im Frühling gehts auch so.


Ich freue mich extrem, dass in der Stitching Session so ein besonderes Einzelstück entstanden ist. Ich hab echt eine große Freude damit! 

Und für euch hab ich noch eine Überraschung: Falls ihr morgen oder übermorgen zum Schneiderei-Markt #Werbung. Ich bin eingeladen# geht - was ich euch wärmstens empfehle -, solltet ihr euch ein Exemplar des kostenlosen Magazins "Die Schneiderin" sichern. Da gibts noch was zum Thema! ;-)


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Stitching Session von Walter Lunzer
Info zu den genialen Stitching Sessions gibts hier, Anmeldung hier. Leider - aber ich kanns verstehen - sind die Termine für die nächste Zeit schon ausgebucht. Das war zu meinen Brautkleid-Zeiten noch anders. Aber die Stitching Sessions und Walter Lunzer sind genial, da zahlt sich das Warten auch aus. ;-)

Knitting Session von Veronika Persché
Hier gibts alle Infos zu den Knitting Sessions, hier gehts zu den nächsten, meist sehr begeehrten, Terminen. Veronika Persché veranstaltet ein paar Mal im Jahr ihre Knitting Sessions, es gibt aber auch andere Workshops mit ihr. Checkt das gleich auf ihrer Website!