19nullsieben

19nullsieben ist ein DIY Blog aus Wien.

Perfekt für den Herbst :: Karohemd & Cordhose


J hat in meiner großen Stoffkiste im Sommer diesen Karostoff entdeckt. Feiner Flanell aus Baumwolle. Ein wirklich schönes Erbstück, das ich für ein Mantelfutter oder ähnliches gedacht hatte. Ich finde ihn total schön, würde ihn aber nur dezent tragen. ;-) Dem Sohn hat der Stoff aber auch so gut gefallen, dass er sich ein Hemd gewünscht hat. Diesen Wunsch hab ich ihm zu seinem Geburtstag erfüllt.


Ich habe ihm ein Michelhemd nach dem Schnitt von der lieben Steffi aka Fabelwald genäht. Dieser Schnitt hat sich schon viele Male bewährt - so auch diesmal. Das Hemd ist wirklich wunderschön geworden und der Bub liebt es! Ich sollte schauen, ob sich aus dem Stoff noch ein zweites ausgeht, dann müssen wir nicht immer diskutieren, ob das Hemd jetzt wirklich schon gewaschen werden muss! Hehe!


Eine Anmerkung habe ich noch zum Schnit: Ich finde, dass der Schnitt eher klein ausfällt. Das Kind ist 124 cm groß und ich habe 134 genäht und die Größe passt ganz genau. Ich hätte mit etwas Mitwachsmöglichkeit gerechnet, wie das aktuell bei anderen genähten Sachen in 134 der Fall ist. Das macht jetzt nichts, es passt ja wirklich super und J trägt es quasi jeden Tag. Aber für die Zukunft und für euch: Am besten das Kind vor dem Zuschnitt abmessen - es gibt eine Fertigmaßtabelle in der Anleitung.

Mir ist da allerdings aufgefallen, dass das Schnittmuster "nur" bis 140 geht. Das wäre also die Größe, die ich das nächste Mal wahrscheinlich nähen werde, zumindest in der Länge. Aber das ist schrecklich, die Vorstellung, danach keine Michel-Hemden mehr zu nähen, wo der Schnitt doch so toll ist und der Bub Hemden so liebt! Also liebe Steffi: Was hältst du von einer Größenerweiterung? :-)


Dazu passend habe ich eine Mottis Jeans genäht. Bisher habe ich meist die Slimfit-Variante genäht, die wirklich sehr cool, aber eben auch wirklich slimfit ist. Einige Zeit lang, wollte J nämlich nur enge Hosen tragen. Mittlerweile ist das nicht mehr so, er trägt auch weitere Hosen. Da ich den Eindruck habe, dass die slimfit-Hosen nicht so lange passen die weitere Exemplare, hab ich jetzt auf die schöne regular-Variante gewechselt. Und auch diese Hose passt J wunderbar, ein super Schnitt! 

Aus dem Cord total passend zum Hemd und für den Herbst, der jetzt voll und ganz hier angekommen ist. Der Cord ist ein sehr weicher Babycord mit Elastan-Anteil für ein angenehmes Tragegefühl, in einem wunderschönen dunkelblau. Die Nähte hab ich in rot abgesteppt. Mit normalem Nähgarn. Eigentlich würde mir ein Jeans-Garn besser gefallen, aber mit dem ist meine Nähmaschine so zickig und lässt immer wieder Stiche aus. Auch nicht toll. Wisst ihr hier Abhilfe? Habt ihr Tipps?

Ich jedenfalls bekomme jetzt voll Lust auf ein Stück aus Flanell. Vielleicht in dunkelblau oder in himbeerrot? Vielleicht ein Toto Kleid nach Dolores Wally-Schnitt? Oder eine Bluse nach dem Elsenschwester 1-Schnitt von schneidernmeistern?

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Hemd
Schnitt: Michel-Hemd von Fabelwald, Größe 134
Stoff: Kuscheliges Baumwoll-Flanell, aus meinem Fundus

Hose
Schnitt: Mottis Jeans regular, Made for Motti
Stoff: Bio-Stretch-Cord, dunkelblau von den Biostoffen (Als Partnerin setze ich hier Affiliate Links)

Turnsackerl und Turngewand


Für den geliebten Turnunterricht in der Schule brauchte J ein Turngewand samt Turnsackerl. Die aktuelle Lieblingsfarbe ist rot, daher ist auch das Ensemble in rot gehalten! ;-)


Ein T-Shirt mit Passe nach meinem Standard-T-Shirt-Schnitt aus dem Klimperklein-Buch. Schon in Größe 134, also reichlich groß, aber nicht zu groß. T-Shirts mit Passe sind recht gut zum Verbrauchen von Stoffresten. Weil die Shirts in dieser Größe brauchen schon ganz schön viel Stoff, Reste geben da meist kein ganzes Vorder- und Rückenteil mehr her. Daher finde ich die Passe ganz praktisch. Hier in knallrot und rot-orange geringelt. Sowohl das Shirt als auch die Hose in dieser Kombination.


Die Hose ist eine einfache Sachensuchershort, auch aus den Jerseys. Der wohl beste Schnitt für kurze Hosen! Eine Rückseite aufgrund der Stoffknappheit auch aus den Ringeln, was fürs Kind mittlerweile Okay ist! Als Turnhose habe ich bei der Sachensuchershort nach dem Fabelwald-Freebook auf die Taschen verzichtet.


Das Turnsackerl ist aus zwei geliebten Frau-Tulpe-Stoffen entstanden. Äpfel und Punkte in rot-weiß, auf festerem Baumwollstoff. Sehr passend für so einen ungefütterten Beutel. Dekoriert mit Wien-Webband, Namensband und mit schwarzer Baumwollkordel zum Zuziehen.


Turnsackerl
Stoff: Appel rot und Minidots rot von Frau Tulpe
Schnitt: Nach Gefühl ;-)

T-Shirt
Stoffe: Aus meinem Fundus
Schnitt: T-Shirt mit Passe aus dem Buch "Klimperklein" von Pauline Dohmen

Hose
Stoffe: Aus meinem Fundus
Schnitt: Sachensuchershort, Freebook von Fabelwald

Blumenliebe: Sträuße und Kränze


Ich war Ende August für zwei Tage in der Nähe von Graz und hab gelernt, Blumensträuße und Blumenkränze zu binden. Das war unglaublich toll! Ich möcht meine Begeisterung mit euch teilen, auch weil ich auf Instagram gemerkt hab, dass euch das auch ziemlich taugt! Also, kommt mit zu Vom Hügel!


Margrit de Colle hat am Hügel in Erbersdorf ein kleines Paradies geschaffen. Ein wunderschöner Ort, an dem sich alles um Bio-Blumen und Natur dreht. Es ist wunderschön dort, ruhig, voller Inspriation. Es gibt feines Essen und Kräuter- und Blütenlimonaden, alles selbst gemacht, selbst angebaut, selbst gekocht.


Ich hatte einen Workshop zu Weihnachten geschenkt bekommen und da ich mich nicht entscheiden konnte und der Weg von Wien nach Erbersdorf doch recht lang ist, habe ich zwei Workshops gemacht: Blumensträuße binden am ersten Tag und Kranzerl binden dann am Tag darauf.


 
Nach einer ersten Info, welche Blumen wir für unsere Sträuße schneiden sollen, ging es ab aufs Blumenfeld. Ein Kübel voll, mit dabei auch viele kuschlige Zutaten, so die Aufgabe.




Dann ging es um die Vorarbeiten und die Technik des Sträuße bindens. Wilde Sträuße sollten es werden. Margit hat gemeint, dass sie die Workshops anbieten möchte, die sie damals, in ihren Anfängen gerne gehabt hätte. Das ist ihr gelungen, muss ich sagen. Ich bin mit so viel Wissen, Freude, Inspiration und Tatendrang nach Hause gefahren, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.




Sehr faszinierend ist auch, dass die Teilnehmerinnen des Workshops alle am selben Feld ernten, viele ähnliche Ausgangsmaterialien dabei sind. Und doch gleicht kein Strauß oder Kranz dem anderen. Wie das bloß geht? ;-)



Drei Blumensträuße, meine Erstlingswerke. Ich war zufrieden und hab auch recht schnell gesehen, was mich an meinen Stäußen nicht so überzeugt, was ich beim nächsten Mal anders machen möchte. In der Zwischenzeit hab ich schon drei Sträuße gebunden, einfach nur aus den Zutaten aus unserem wilden Garten, wo ich noch gar keine Blumen gepflanzt hatte. Und dennoch fanz ich genug blühende und grüne, kuschlige Zutaten, sodass ich mit den Sträußen superglücklich bin.


Am zweiten Workshop-Tag hab ich ein bissl im Shop gestöbert und ein, zwei Erinnerungstücke erstanden. Und Mittag gegessen. Geschlemmt!



Dann gab es neue Instruktionen für den Blumenkranz. Die Zutaten müssen nicht so lang sein, wie bei den Sträußen. Herbstlich sollten sie auch ein wenig sein. Mir gefällt die Idee ja sehr, dass sich die Jahreszeit nicht nur in unseren Kochtöpfen, sondern auch in unseren Blumensträußen und -kränzen widerspiegeln soll.


Kompakt und praxisnah - die Theorie zum Kränze binden.




Und schon gehts los!


Schon nach den ersten 10 bis 15 cm war ich schwer begeistert von meinem Kranzerl. So bunt. Diese Blütenpracht. Üppig und doch natürlich. Locker und doch mit Gewicht.


Ich liebe diesen Kranz echt sehr! Und ich bin sehr glücklich, dass er so schön getrocknet ist (im Liegen), dass er mir auch jetzt, fast ein Monat später, noch riesige Freude macht. Falls ihr einen Blick auf den getrockneten Kranz werfen möchtet - schaut doch bei mir auf Instagram vorbei! :-)


Ich freue mich wirklich sehr, über dieses schöne Wissen, das ich mir von Margit am Hügel aneignen konnte. Es ist wirklich fasziniernd, welch schöne Dinge man schaffen kann. Und es ist gar nicht so schwer! Ich finde die Workshops ja nicht so günstig, aber sie sind ihren Preis wert. Margit weiß unglaublich viel, vermittelt das Wissen sehr sympathisch, es ist einfach so schön dort, das ganze Team ist sehr nett und die Atmosphäre unbeschreiblich. Also: Meine große Empfehlung! Auch eine längere Anreise zahlt sich aus - solche Workshops gibts wohl nirgendwo anders! ;)


Übrigens: Auch auf Pinterest hab ich schon fleißig tolle Blumenkränze gesammelt. Schaut gern für Inspiration auf meinem Jahreszeiten-Pinwänden vorbei!

Rosa Streifen auf Wurmholz



Für Kindershirts bediene ich mich gerne bei meiner großen Stoff-Kiste. Dort finden sich kleinere und größere Stoffschätze wie dieser Jersey mit rosa-weißen Streifen von Nosh. Der glatte Griff und das Wissen über die tolle Qualität der Biostoffe hat mich gleich wieder an die Enttäuschung erinnert, dass Nosh nicht mehr außerhalb von Finland verschickt.

Aus dem Reststück von einem Shirt und einer Jacke von mir, habe ich noch haarscharf dieses simple Shirt nach Klimperklein-Schnitt rausbekommen. Kombiniert mit pinkem Bündchen von Albstoffe trifft das Leiberl voll meinen Geschmack. Und auch den des Kindes, dem ich das Shirt geschenkt habe.


Gerade bei Geschenken überlege ich immer, ob ich nicht die Bündchennaht doch mit einem Jersey-Streifen verdecken sollte. Auf den Fotos würde es viel schöner aussehen - aber ich hoffe, das mit dem tollen Wurmholz-Schreibtisch wieder wett zu machen! ;-) Und ich habe mit dieser Nahtversäuberung einfach nicht viel Übung, die Ergebnisse haben mich bisher nicht immer überzeugt und dieses Risiko möchte ich bei Geschenken dann doch nicht eingehen. Und im getragenen Zustand sieht man's eh nicht...


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Shirt
Schnitt: Simples Shirt aus dem Klimperklein-Buch von Pauline Dohmen, Größe 128, Länge 134
Stoffe: Jersey von Nosh, Bündchen fuchsia von stoffbüro/Albstoffe

Ein Vorgeschmack auf den Herbst :: Frau Elly


Eigentlich wollte ich euch dieses Kleid erst im Spätsommer zeigen als Inspiration für eure Herbstgarderobe. Allerdings ist das Wetter jetzt so passend für Frau Elly, dass ich sie euch jetzt schon zeige. Außerdem lässt sich der Schnitt von Studio Schnittreif auch gut ohne angesetzte Ärmel nähen - dann habt ihr ein super Sommerkleid!


Ich hab mein Kleid aus einem wohlgehüteten Jersey von Nosh genäht. ein wunderschönes Flaschengrün mit schwarzen Schwänen drauf. Ein toller Stoff und ewig schad, dass es keine Nosh-Stoffe mehr (außerhalb von Finnland?) zu kaufen gibt. Dabei hab ich doch eh fleissig bestellt!? ;-)


Der Schnitt von Frau Elly sieht eigentlich einen Gürtel in der Taille oder auf der Hüfte vor, aber ich trage das Kleid lieber ohne Gürtel. Ich brauche diesen Akzent hier irgendwie nicht, aber das ist sicherlich abhängig von Körper und persönlichen Vorlieben.



Das Kleid ist wirklich schnell genäht. Die überschnittenen Schultern, angesetzte eher schmale Ärmel und eine bequeme Weite, ein schöner Ausschnitt, der die BH-Träger gut verdeckt... Ich trage meine Frau Elly seit einigen ... ja, Monaten sehr gerne!


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Kleid
Schnitt: Frau Elly von Studio Schnittreif. (Werbung: Der Schnitt wurde mir als Mitglied des Studio Schnittreif-Probenähteams kostenlos zur Verfügung gestellt.)
Stoff: Jersey von Nosh



Upcycling :: Meine Streifen-Bluse


Diese Hitzetage überstehe ich am besten in einem leichten Leinenkleid oder einer luftigen Bluse wie dieser hier.




Ich habe die Challenge #12ausdemstoffregal von Selmin von Tweed&Greet zum Anlass genommen, endlich diese Bluse zu nähen. Das Ausgangsmaterial - ein gestreiftes Herrenhemd - lag nämlich schon ewig lang in meiner Stoffkiste. Meine Mama hat es mir beim Fetzenmarkt in meinem Heimatort gekauft, nachdem ich mir diesen Rock und für J eine Hose aus einem Hemd genäht hatte.
Und nun stand für Juni das Thema Streifen auf der Challenge-Agenda - da war also klar, dass das Hemd endlich unters Messer kommen wird. Streifengang kann ich!





Genäht habe ich die Bluse nach dem Schnittmuster Hugo von Milch. Kennt ihr das Label Milch aus Österreich? Die Milch-Chefin Cloed Baumgartner hat bis vor wenigen Tagen aus gebrauchten Anzügen, Hemden, Jeans etc. coole Teile entworfen und im Waldviertel produzieren lassen. So genial! Die Produktion hat sie nun leider eingestellt, der Fokus liegt in Zukunft auf dem Verkauf von Schnittmustern.

Einige Schnittmuster gibt es bereits seit längerem zu kaufen, darunter auch Hugo. Eine Bluse oder wahlweise auch als Rock zu tragen, aus einem großen Herrenhemd. ziemlich genial und ausgeklügelt, wie ich finde. So wird die Knopfleiste zum Ausschnitt, die Manschetten finden sich am Rückenteil wieder...




Ich habe nach dem Schnittmuster genäht, allerdings ohne vorher nachzumessen. Also war die fertige Bluse um die Hüfte rum zu eng. So habe ich aus dem übrigen Hemdstoff einen gerafften Einsatz eingenäht. Schaut ganz okay aus, find ich.... Das nächste Mal werde ich jedoch vor dem Zuschneiden nachmessen, denn ich hab bei den Ärmeln Stoff weggeschnitten, den ich aber dringend gebraucht hätte. Vielleicht geht das also auch ohne eingenähten Keil...

 
 

Jetzt lade ich euch ein, euch zu Selmins Linkparty rüber zu klicken. Dort findet ihr eine feine Streifengang mit echt hübschen Streifenteilen! Tolle Inspiration! Und vielleicht habt ihr ja Lust, beim nächsten #12ausdemstoffregal mit dabei zu sein? Das Thema steht schon fest, ist ja schon Juli! ;)


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Bluse
Schnitt: Hugo, Modell #3, Open Design von Milch
Stoff: Altes Herrenhemd, Baumwolle, aus meinem Fundus