19nullsieben

19nullsieben ist ein DIY Blog aus Wien.

Ein Fundstück, Bienenwachstücher, Buchvorstellung & ein Gewinnspiel





Heute möchte ich euch ein Fundstück zeigen. Dieses kleine Jäckchen haben wir auf unserem Hof bei den Bauarbeiten gefunden, in einer Wand eingemauert. Die Arbeiter haben uns erzählt, dass die Leut früher ihre Schätze in ein Stück Gewand eingewickelt und eingemauert haben. Goldschatz haben wir keinen gefunden, aber ich finde, dieser Fund allein ist ein großer Schatz. Wie alt dies wohl ist? Wer diese kleine Jacke wohl aller getragen hat? Ist dieses Kindchen damit durchs Haus gekrabbelt oder vielleicht wackelig durch den Hof gestapft?


Das Jäckchen ist an allen Ecken und Enden geflickt und gestopft, es wurde also definitiv ganz häufig und bestimmt von mehreren Kindern getragen. Bis es quasi zerfallen ist und eingemauert wurde. Warum auch immer. Ob wir das jemals erfahren werden?



Dieses Fundstück ist eine wunderbare Einleitung zu meinem heutigen Post. Petra Wünsche, ihr kennt sie von ihrem Blog Pedilu, hat ein Buch zum Thema Nachhaltigkeit geschrieben und da gehts auch ums Reparieren von Dingen, um Upcycling, achtsamen Konsum etc.




"Einfach nachhaltig nähen" heißt es und es ist kürzlich im EMF-Verlag erschienen. Das Nähen ist in Petras Buch erstmal nachrangig. Es geht zuerst um das Warum. Warum Nachhaltigkeit? Welche Punkte spielen da rund um das Thema nähen rein? Ich finde ja das Faserlexikon sehr spannend: Hier stellt Petra verschiedene Materialien und Fasern vor, gibt eine Empfehlung dazu ab und stellt Alternativen zu wenig nachhaltigen Stoffen vor.Im Buch gibt es Fakten-Checks zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel "Konsum" oder "Zero Waste". Da hat Petra echt interessante Fakten zusammengetragen, ich hab einiges Neues erfahren!

Also, in dem Buch "Einfach nachhaltig nähen" gibts viele Infos rund um das große Thema und auch Nähanleitungen, Schnitte und Inspirationen für Nähprojekte. Ich finde die Herangehensweise von Petra an Nähprojekte spannend. Ich merke bei mir selbst, dass ich - nicht nur wegen der Nachhaltigkeit, aber auch - seit einiger viel bewusster nähe. Ich schaue, welche Stücke ich häufig trage und versuche rauszufinden, warum dies so ist. Ich beobachte, in welchen Schnitten ich mich wohl fühle und analysiere, was mir steht, was zu mir passt. Und ich schau, welche Stücke meine Garderobe gut ergänzen können und sich gut einfügen und damit häufig zum Einsatz kommen.

Die Anleitungen im Buch sind total vielseitig. Einerseits sind nachhaltige Produkte darin enthalten wie zum Beispiel Abwaschtücher (ich liebe meine gehäkelten Abwaschtücher) oder ähnliches, aber es geth auch im Recycling, die Verwertung von Stoffresten und Slow Fashion. Ich denke, ich werde das Buch bestimmt öfter zur Hand nehmen auf der Suche nach Inspiration, Wissen und Ideen oder Anleitungen, grad für die Resteverwertung oder Upcycling.




Ich habe ein Projekt nach Petras Anleitung umgesetzt, das ich schon seit längerem ausprobieren wollte: Bienenwachstücher! Ich habe ein paar gekaufte Stücke, die sehr häufig zum Einsatz kommen, also eigentlich immer im Einsatz sind, sodass ich Bedarf nach mehr Bienenwachstüchern hatte. Ich verwende die Tücher sehr gerne, um mir meine Jause oder einfach ein paar Scheiben Brot ins Büro mitzunehmen. Aktuell zwar nicht, ich bin im Home Office, aber die Normalität wird wieder kommen! Ich habe die Tücher nach Petras Anleitung gemacht, in der Größe 30x30 cm. Der blau gemusterte Stoff ist ein Rest aus dem Kleid, das ich für meine Trauzeugin genäht habe. Eine schöne Erinnerung! Die Wachstücher sind echt gut geworden, ich bin sehr zufrieden. Ich habe die Idee von einem Wachstuch, das ich mal von einer lieben Freundin geschenkt bekommen habe, umsetzt: Eine Ecke umgebogen und mit einem Knopf aus meiner Knopfschachtel fixiert und ein Band dran geknüpft. So kann man das Wachstuch auch wunderbar für den Transport von Jausenbroten verwenden. Ich find das System echt praktisch. So gehts:







Wahrscheinlich ist euch das Buch "Einfach nachhaltig nähen" von Petra Wünsche in den letzten Wochen online schon ein paar Mal untergekommen, oder? Es gibt nämlich vier Staffel-Touren im deutschsprachigen Raum und Petra hat mich eingeladen, zum Erscheinen ihres Buchs, an einer Staffel-Tour durch Österreich teilzunehmen! Gleichzeitig gibts es zwei Touren durch Deutschland und eine durch die Schweiz. Bei Petra am Blog findet ihr alle Infos zu ihrem Buch und zur Staffel-Tour mit Links zu allen Teilnehmerinnen. Die Österreich-Tour hat bei Liebedinge gestartet und ist über Petersilie&Co und Mamimade zu mir gekommen. Ich bin die letzte Teilnehmerin der Tour und habe die Freude, ein Exemplar des Buches zu verlosen! Juhu! * * * Verlosung beendet! * * *


* * * Verlosung beendet. Der Zufallsgenerator macht _katharinha_ mit ihrem Kommentar auf Instragram glücklich! Danke euch allen herzlich fürs Mitmachen und eure lieben Kommentare! * * *

Die Verlosung: Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, hinterlasst hier am Blog oder beim Instagram-Post zur Buchvorstellung (erscheint im Laufe des 02.05.20) oder auf meiner Facebook-Seite einen Kommentar. Hier am Blog brauche ich bitte eine gültige E-Mail-Adresse von euch, damit ich euch kontaktieren kann im Falle eines Gewinns. Bei Instagram oder Facebook kontaktiere ich euch über die PN-Funktion. Unter allen Teilnehmenden verlose ich per Zufallsgenerator das Buch. Deine Adresse werde ich an Anna von Petersilie&Co weitergeben, die das Buch an dich verschicken wird. Aufgepasst: Mitmachen können nur Menschen mit Adresse in Österreich! Mitmach-Schluss: Mittwoch, 06.05.20. 

Bleibt gesund und guten Mutes!

Schildkröte


Das Kind wollte im Fasching als Schildkröte gehen. Lustigerweise hat sich das Kind bisher immer ein Tierkostüm ausgesucht: Katze, Dinosaurier, Mauersegler und jetzt die Schildkröte. Ich mag es total gerne, Kostüme aus hochwertigen Materialien zu nähen, die dann im Alltag auch zum Einsatz kommen. Und die Dinge wie der Katzenschwanz, der Mauersegler-Umhang oder jetzt der Panzer sind beliebte Accessoires in der Verkleidungskiste.


Die Schildkröte hat eine schlammgrüne Cordhose bekommen. Genäht nach dem beliebten Hosen-Schnitt von Made for Motti. Allerdings hab ich mich in der Größe vertan, so sitzt die Hose aktuell noch etwas locker. Aber zum Glück stört das J nicht mehr, eine Zeit lang hat er flatterige Hosen ja gehasst!

Dazu ein Shirt mit Brustpanzer, aus wunderbaren Tencel-Jerseys, die ich bei den Biostoffen gekauft habe. Tencel ist schon ein feines Material, nachhaltig und angenehm zu tragen und mit Jersey-Nadel auch gut zu nähen. Wir haben dunkelgrün und senfgelb ausgewählt. Die Panzerstücke habe ich einfach mit Geradstich aufgesteppt, das klappte gut und ist auch nach vielen Wäschen noch schön.



Der Panzer ist aus hochwertigem Bastelfilz in mehreren Grüntönen- ebenfalls von den Biostoffen entstanden. Da hab ich ein bissl improvisiert. Grundidee ist, dass der Panzer wie ein Rucksack getragen wird. In die Seite am Rücken habe ich einen Karton eingenäht, damit der Panzer durchs Ausstopfen kein Ei wird sondern flach am Rücken aufliegt. Hat sehr gut beklappt! Auch die Größe war gut, nicht zu groß und dami voll schul- und alltagstauglich.


Shirt und Hose kommen ganz oft zum Einsatz, der Sohn trägt sie sehr gerne! Hier ist das Schildkrötenleiberl beim Home Schooling im Einsatz. 


Ich schicke euch allen in dieser schwierigen Zeit die besten Wünsche, Durchhaltevermögen, Humor und viel Gesundheit euch und euren Familien und Freund_innen!

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Schildkröten-Kostüm
(Affiliate Links zu Biostoffe.at)

Shirt
Stoffe: Modal-Jersey in deep green und mustard von Biostoffe.at
Schnitt: T-Shirt mit Passe aus dem Buch "Klimperklein - Nähen mit Jersey für Kinder" von Pauline Dohmen

Hose
Stoff: Stretch-Feincord in Khaki von Biostoffe.at
Schnitt: Mottis Jeans regular, Made for Motti

Schildkrötenpanzer
Stoffe: Woll-Bastelfilz in den verschiedenen Grüntöne von Biostoffe.at sowie Stoffe und Baumwoll-Füllmaterial aus meinem Fundus.
Schnitt: selbst gebastelt

Die Zeit vergeht. Und was dabei so alles passiert...

Die Zeit vergeht. Das ist einerseits blöd, wenn neben mehr Arbeit und Baustelle zu wenig Zeit zum Nähen und noch weniger Zeit zum Fotografieren und Bloggen mitsamt der nötigen Blog-Entwicklung bleibt.


 


Aber andererseits ist das natürlich super, wenn es tolle Dinge schon seit langer Zeit gibt. Mein Blog ist im Herbst still und heimlich 10 Jahre alt geworden. Katja feiert den 10. Geburtstag von ihrem Amberlight-Blog mit einem großen Tusch mit Gewinnspiel und BlogHop.

Katjas Blog kenne ich schon ziemlich lang. Damals wollte sie für ihre Tochter zum 1. Geburtstag eine Wimpelkette nähen und hat dafür Wimpel aus aller Welt gesucht. Ich hab ihr auch einen geschickt, den sehr ihr bei Katja am Blog und auch ich hab damals drüber gebloggt. Die Vielfalt auf Katjas Blog ist seit ihren Anfängen immer größer geworden. Heute findet ihr ein buntes Potpourri rund ums Nähen, Sticken, Basteln (mit Kind), Büchervorstellungen, Nachhaltigkeit, Blogger_innen-Treffen, ihr Leben auf dem sanierten Vierseithof...



Lustigerweise sucht Katja, aktuell - also ungefähr 10 Jahre später - für den mittleren Sohn wieder einzelne Wimpel, da der mittlere Sohn keine eigene Wimpelkette hat, die anderen beiden aber schon. Das geht ja gar nicht - daher: Schaut rüber zur aktuellen Aktion und macht euch ans Wimpelnähen, damit der Bub mit toller Wimpelkette in die Schule startet! ;-)

Irgendwann haben Katja und ich uns dann persönlich kennen gelernt und waren gemeinsam in Wien im Christkindlmarkt am Spittelberg. Und beim nächsten Treffen haben wir uns beim Schneiderei-Markt verabredet. Dort war sie mit dem süßen Kind Nummer 3 und wir haben geplaudert, gustiert und ein paar tolle Dinge erstanden.


Den Schneiderei-Markt gibts übrigens heuer wieder. Erst vorgestern habe ich die Meldung bekommen, dass der Markt verschoben ist - statt Ende März findet der Markt nun am 6. und 7. Juni im Apothekertrakt im Schloss Schönbrunn statt. Ich hoffe, dass ich auch an diesem Termin fix kommen kann. Denn Helga hat wieder sooo tolle Workshops und Vorträge auf die Beine gestellt und freue mich schon jetzt auf einen feinen, inspirierenden Tag unter Gleichgesinnten! :-)

Falls ihr bei Katja was über mich lesen möchtet: Rund um die Geburt von Katjas zweitem Kind hat sie die Blog-Babypause mit Interviews von anderen Bloggerinnen gefüllt, die Gespräche rankten sich um Baby und Nähen fürs Baby. Ich war da auch dabei!

Jetzt aber: Happy Birthday Amberlight!

Ein Gilet für den Politiker-Look



So sah es heuer bei uns unterm Christbaum aus. Das Kind ist am 24.12. mit Fieber aufgewacht - anscheinend war es nicht nur die Aufregung, wie anfangs gehofft, denn das Fieber wurde am nächsten Tag noch höher. Aus dem Nachmittagsschläfchen war das Kind gar nicht aufzuwecken, es wachte zur Bescherung dann aber doch noch auf. Also Bescherung im Pyjama mit einem coolen Stück, das auch unterm Christbaum lag und das sogar zum Bärenpyjama super ausschaut! Ein Gilet, genäht nach dem Schnitt "Kleiner Halunke" von Lotte & Ludwig.



Der Schnitt ist unglaublich toll. Natürlich ist so ein Gilet anstregender - wie der Sohn meinte - zu nähen als ein T-Shirt. Aber es zahlt sich absolut aus, die Verarbeitung ist wirklich sehr professionell. Und wenn man, so wie ich hier, nur Fake-Taschen näht, ist es auch nicht allzu anstrengend.

Einzig bei der Wahl der Größe war ich unsicher. Laut Schnitt soll man die Größe nach dem Brustumfang wählen. Demnach hätte ich allerdings Größe 104 nähen sollen bei einem 125 cm großen Kind, das bei den meisten Schnitten genau in 128 rein passt. Vielleicht hätte das gepasst, wenn das Gilet eng sitzen soll. Ich war aber nicht mutig genug und habe 134 genäht. So sitzt das Gilet, wie ihr sehen könnt, sehr bequem und es schaut nicht wirklich zu groß aus. Auf den Fotos beim Schnittmuster sitzt es teilweise etwas enger, also vielleicht hätte auch 104 in Länge 128 gepasst?



Das Karohemd, das ich J zum Geburtstag genäht habe, passt perfekt dazu, finde ich. Aber auch über T-Shirts und Langarmleiberln wird das Gilet gut passen.

J war sehr erfreut über das Gilet (am liebsten hätte er jedoch einen richtigen Anzug gehabt, aber davon bin ich nicht wirklich überzeugt) und meinte, dass er jetzt wie ein richtiger Politiker aussieht. Witzig, denn ich weiß gar nicht, wo er so viele Politiker_innen zu Gesicht bekommt. Hmmm?


Dieses Buch hat sich J bei der Bücherausstellung in der Schule ausgesucht. Weil es viel Text und wenige Bilder hat. So können wir ihm vorlesen und er kann neben dem zuhören noch was anderes machen. Lego bauen, malen oder so. So seine Erklärung dazu. Hihi! Wir werden es ausprobieren und in den nächsten Tagen reinlesen.



Vernäht habe ich einen sehr edlen Stoff. Es ist der Rest der Coolwool, die ich für Js Hochzeits-Outfit gekauft hatte. Ein wirklich toller Stoff in sehr guter Qualität, sehr angenehm zu tragen und auch gut zu vernähen. Gefüttert mit rotem Viskose-Futter, das ich von meinem Wintermantel übrig habe. (Den Wintermantel muss ich endlich fotografieren und euch zeigen, ich liebe ihn nämlich sehr und er ist echt sehr besonders geworden.) Die Knöpfe sind aus meinem Kisterl mit verschiedensten Perlmut-Knöpfen. Ich habe verschiedene Modelle zusammegewürfelt und mit roter Knopflochseide angenäht. Das gefällt mir richtig gut!

Jetzt hoffe ich, dass das Kindelein bald wieder gesund ist. Denn dass die Infektion unsere Weihnachts-, Besuchs- und Schifahrpläne ganz durcheinandergewürfelt hat, macht mich etwas traurig. Drückt uns die Daumen!

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Gilet "Kleiner Halunke"
Schnitt: Kleiner Halunke, Größe 134, von Lotte & Ludwig
Stoffe: Coolwool, anthrazit; Viskosefutter rot; beides vom Komolka

Schlupfschals zum Reinkuscheln


J war kürzlich beim Geburtstagsfest von zwei ganz großen Kindergartenfreunden eingeladen. Für die zwei Buben wollte ich Schlupfschals aus feiner Merinowolle nähen.


So hat J die Stoffreste der Merino-Jerseys durchforstet und - kombiniert mit dem dunkelblauen Merino-Fleece - zwei Schals für die zwei zusammenfestellt. Höchst konzentriert und ersthaft war er bei der Sache. Dabei schau ich ihm so gern zu!


Genäht habe ich die Schlupfschals nach einem Schnittmuster von Näähglück, dem Bündchenloop. Ich habe das Schnittmuster vor einigem Jahren im Adventkalender von Sophie aka Näähglück bekommen und seitdem einige Male genäht. Die Loops trage ich immer gerne.

Die Idee, ein Bündchen einzunähen (hier in schwarz) und dem Loop so eine angenehme Halsnähe zu geben, finde ich schlichtweg genial! 




Für die Kinder habe ich auch die Erwachsenengröße gewählt. Aufgrund des sehr kuschligen Wollfleeces, der einen gtollen Stand hat, passt diese Größe auch 7-Jährigen schon gut. Aber ganz ehrlich: Wenn es nicht so wäre, ich hätte die Loops liebend gerne behalten. Sie tragen sich nämlich unglaublich gut. So kuschelig, warm, fast wie eine Bettdecke, unter die man sich kuschelt!



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Bündchenloop
Schnittmuster: Bündchenloop von Näähglück
Stoffe: Merino-Jersey, 170 g in rot, blau und grau meliert, Merino-Fleece dunkelblau, alles von Extremtextil in bewährter Qualität. Bündchen schwarz von den Biostoffen (Affiliate Link).

Perfekt für den Herbst :: Karohemd & Cordhose


J hat in meiner großen Stoffkiste im Sommer diesen Karostoff entdeckt. Feiner Flanell aus Baumwolle. Ein wirklich schönes Erbstück, das ich für ein Mantelfutter oder ähnliches gedacht hatte. Ich finde ihn total schön, würde ihn aber nur dezent tragen. ;-) Dem Sohn hat der Stoff aber auch so gut gefallen, dass er sich ein Hemd gewünscht hat. Diesen Wunsch hab ich ihm zu seinem Geburtstag erfüllt.


Ich habe ihm ein Michelhemd nach dem Schnitt von der lieben Steffi aka Fabelwald genäht. Dieser Schnitt hat sich schon viele Male bewährt - so auch diesmal. Das Hemd ist wirklich wunderschön geworden und der Bub liebt es! Ich sollte schauen, ob sich aus dem Stoff noch ein zweites ausgeht, dann müssen wir nicht immer diskutieren, ob das Hemd jetzt wirklich schon gewaschen werden muss! Hehe!


Eine Anmerkung habe ich noch zum Schnit: Ich finde, dass der Schnitt eher klein ausfällt. Das Kind ist 124 cm groß und ich habe 134 genäht und die Größe passt ganz genau. Ich hätte mit etwas Mitwachsmöglichkeit gerechnet, wie das aktuell bei anderen genähten Sachen in 134 der Fall ist. Das macht jetzt nichts, es passt ja wirklich super und J trägt es quasi jeden Tag. Aber für die Zukunft und für euch: Am besten das Kind vor dem Zuschnitt abmessen - es gibt eine Fertigmaßtabelle in der Anleitung.

Mir ist da allerdings aufgefallen, dass das Schnittmuster "nur" bis 140 geht. Das wäre also die Größe, die ich das nächste Mal wahrscheinlich nähen werde, zumindest in der Länge. Aber das ist schrecklich, die Vorstellung, danach keine Michel-Hemden mehr zu nähen, wo der Schnitt doch so toll ist und der Bub Hemden so liebt! Also liebe Steffi: Was hältst du von einer Größenerweiterung? :-)


Dazu passend habe ich eine Mottis Jeans genäht. Bisher habe ich meist die Slimfit-Variante genäht, die wirklich sehr cool, aber eben auch wirklich slimfit ist. Einige Zeit lang, wollte J nämlich nur enge Hosen tragen. Mittlerweile ist das nicht mehr so, er trägt auch weitere Hosen. Da ich den Eindruck habe, dass die slimfit-Hosen nicht so lange passen die weitere Exemplare, hab ich jetzt auf die schöne regular-Variante gewechselt. Und auch diese Hose passt J wunderbar, ein super Schnitt! 

Aus dem Cord total passend zum Hemd und für den Herbst, der jetzt voll und ganz hier angekommen ist. Der Cord ist ein sehr weicher Babycord mit Elastan-Anteil für ein angenehmes Tragegefühl, in einem wunderschönen dunkelblau. Die Nähte hab ich in rot abgesteppt. Mit normalem Nähgarn. Eigentlich würde mir ein Jeans-Garn besser gefallen, aber mit dem ist meine Nähmaschine so zickig und lässt immer wieder Stiche aus. Auch nicht toll. Wisst ihr hier Abhilfe? Habt ihr Tipps?

Ich jedenfalls bekomme jetzt voll Lust auf ein Stück aus Flanell. Vielleicht in dunkelblau oder in himbeerrot? Vielleicht ein Toto Kleid nach Dolores Wally-Schnitt? Oder eine Bluse nach dem Elsenschwester 1-Schnitt von schneidernmeistern?

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Hemd
Schnitt: Michel-Hemd von Fabelwald, Größe 134
Stoff: Kuscheliges Baumwoll-Flanell, aus meinem Fundus

Hose
Schnitt: Mottis Jeans regular, Made for Motti
Stoff: Bio-Stretch-Cord, dunkelblau von den Biostoffen (Als Partnerin setze ich hier Affiliate Links)

Turnsackerl und Turngewand


Für den geliebten Turnunterricht in der Schule brauchte J ein Turngewand samt Turnsackerl. Die aktuelle Lieblingsfarbe ist rot, daher ist auch das Ensemble in rot gehalten! ;-)


Ein T-Shirt mit Passe nach meinem Standard-T-Shirt-Schnitt aus dem Klimperklein-Buch. Schon in Größe 134, also reichlich groß, aber nicht zu groß. T-Shirts mit Passe sind recht gut zum Verbrauchen von Stoffresten. Weil die Shirts in dieser Größe brauchen schon ganz schön viel Stoff, Reste geben da meist kein ganzes Vorder- und Rückenteil mehr her. Daher finde ich die Passe ganz praktisch. Hier in knallrot und rot-orange geringelt. Sowohl das Shirt als auch die Hose in dieser Kombination.


Die Hose ist eine einfache Sachensuchershort, auch aus den Jerseys. Der wohl beste Schnitt für kurze Hosen! Eine Rückseite aufgrund der Stoffknappheit auch aus den Ringeln, was fürs Kind mittlerweile Okay ist! Als Turnhose habe ich bei der Sachensuchershort nach dem Fabelwald-Freebook auf die Taschen verzichtet.


Das Turnsackerl ist aus zwei geliebten Frau-Tulpe-Stoffen entstanden. Äpfel und Punkte in rot-weiß, auf festerem Baumwollstoff. Sehr passend für so einen ungefütterten Beutel. Dekoriert mit Wien-Webband, Namensband und mit schwarzer Baumwollkordel zum Zuziehen.


Turnsackerl
Stoff: Appel rot und Minidots rot von Frau Tulpe
Schnitt: Nach Gefühl ;-)

T-Shirt
Stoffe: Aus meinem Fundus
Schnitt: T-Shirt mit Passe aus dem Buch "Klimperklein" von Pauline Dohmen

Hose
Stoffe: Aus meinem Fundus
Schnitt: Sachensuchershort, Freebook von Fabelwald

Blumenliebe: Sträuße und Kränze


Ich war Ende August für zwei Tage in der Nähe von Graz und hab gelernt, Blumensträuße und Blumenkränze zu binden. Das war unglaublich toll! Ich möcht meine Begeisterung mit euch teilen, auch weil ich auf Instagram gemerkt hab, dass euch das auch ziemlich taugt! Also, kommt mit zu Vom Hügel!


Margrit de Colle hat am Hügel in Erbersdorf ein kleines Paradies geschaffen. Ein wunderschöner Ort, an dem sich alles um Bio-Blumen und Natur dreht. Es ist wunderschön dort, ruhig, voller Inspriation. Es gibt feines Essen und Kräuter- und Blütenlimonaden, alles selbst gemacht, selbst angebaut, selbst gekocht.


Ich hatte einen Workshop zu Weihnachten geschenkt bekommen und da ich mich nicht entscheiden konnte und der Weg von Wien nach Erbersdorf doch recht lang ist, habe ich zwei Workshops gemacht: Blumensträuße binden am ersten Tag und Kranzerl binden dann am Tag darauf.


 
Nach einer ersten Info, welche Blumen wir für unsere Sträuße schneiden sollen, ging es ab aufs Blumenfeld. Ein Kübel voll, mit dabei auch viele kuschlige Zutaten, so die Aufgabe.




Dann ging es um die Vorarbeiten und die Technik des Sträuße bindens. Wilde Sträuße sollten es werden. Margit hat gemeint, dass sie die Workshops anbieten möchte, die sie damals, in ihren Anfängen gerne gehabt hätte. Das ist ihr gelungen, muss ich sagen. Ich bin mit so viel Wissen, Freude, Inspiration und Tatendrang nach Hause gefahren, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.




Sehr faszinierend ist auch, dass die Teilnehmerinnen des Workshops alle am selben Feld ernten, viele ähnliche Ausgangsmaterialien dabei sind. Und doch gleicht kein Strauß oder Kranz dem anderen. Wie das bloß geht? ;-)



Drei Blumensträuße, meine Erstlingswerke. Ich war zufrieden und hab auch recht schnell gesehen, was mich an meinen Stäußen nicht so überzeugt, was ich beim nächsten Mal anders machen möchte. In der Zwischenzeit hab ich schon drei Sträuße gebunden, einfach nur aus den Zutaten aus unserem wilden Garten, wo ich noch gar keine Blumen gepflanzt hatte. Und dennoch fanz ich genug blühende und grüne, kuschlige Zutaten, sodass ich mit den Sträußen superglücklich bin.


Am zweiten Workshop-Tag hab ich ein bissl im Shop gestöbert und ein, zwei Erinnerungstücke erstanden. Und Mittag gegessen. Geschlemmt!



Dann gab es neue Instruktionen für den Blumenkranz. Die Zutaten müssen nicht so lang sein, wie bei den Sträußen. Herbstlich sollten sie auch ein wenig sein. Mir gefällt die Idee ja sehr, dass sich die Jahreszeit nicht nur in unseren Kochtöpfen, sondern auch in unseren Blumensträußen und -kränzen widerspiegeln soll.


Kompakt und praxisnah - die Theorie zum Kränze binden.




Und schon gehts los!


Schon nach den ersten 10 bis 15 cm war ich schwer begeistert von meinem Kranzerl. So bunt. Diese Blütenpracht. Üppig und doch natürlich. Locker und doch mit Gewicht.


Ich liebe diesen Kranz echt sehr! Und ich bin sehr glücklich, dass er so schön getrocknet ist (im Liegen), dass er mir auch jetzt, fast ein Monat später, noch riesige Freude macht. Falls ihr einen Blick auf den getrockneten Kranz werfen möchtet - schaut doch bei mir auf Instagram vorbei! :-)


Ich freue mich wirklich sehr, über dieses schöne Wissen, das ich mir von Margit am Hügel aneignen konnte. Es ist wirklich fasziniernd, welch schöne Dinge man schaffen kann. Und es ist gar nicht so schwer! Ich finde die Workshops ja nicht so günstig, aber sie sind ihren Preis wert. Margit weiß unglaublich viel, vermittelt das Wissen sehr sympathisch, es ist einfach so schön dort, das ganze Team ist sehr nett und die Atmosphäre unbeschreiblich. Also: Meine große Empfehlung! Auch eine längere Anreise zahlt sich aus - solche Workshops gibts wohl nirgendwo anders! ;)


Übrigens: Auch auf Pinterest hab ich schon fleißig tolle Blumenkränze gesammelt. Schaut gern für Inspiration auf meinem Jahreszeiten-Pinwänden vorbei!