Pyjama :: Grüne Ringel

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Wenn die aktuellen Pyjamas nach 2 Jahren im Einsatz so ausschauen und überall 3/4 Länge haben, wird es Zeit für neue! Wir haben zur Hochzeit u.a. einen so schönen Ringeljersey von Hamburger Liebe/Albstoffe geschenkt bekommen und mein erster Gedanke war, einen neuen Pyjama für J draus zu nähen. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht komisch, aus einem geschenkten Stoff "nur" einen Pyjama zu nähen. Aber die Pyjamas kommen bei uns wohl am längsten und öftesten von allen Kleidungsstücken zum Einsatz. Und wer kuschelt sich in der Nacht nicht gern in einen so weichen, hübschen Stoff? 



Bei der Schnittwahl habe ich mich beim Oberteil an altbewährtes gehalten: Es ist ein Raglanshirt nach dem Klimperklein-Schnitt, schon in Größe 122. Das sitzt so schön gemütlich und locker, dass ich auch sofort so ein Outfit haben möchte! Durch die Ambündchen rutschen die Ärmel aber nicht über die Hände, fürs Frühstücken und Gitarre spielen sehr wichtig!


Für die Hose habe ich mich an einen neuen, also für mich neuen, Schnitt gewagt und ich bin total zufrieden damit! Es ist der Schnitt der Pyjamahose "Fall Asleep" aus dem Ottobre 6/2015. Auch genäht in Größe 122 für das geschätzt 108 cm große Kind.


Die Hose hat oben einen Gummi eingezogen, ich habe darauf geachtet, dass der Gummi eher locker ist, damit da nix zwickt. Unten dran sind bereite Bündchen, ich finde die wirklich total lässig! Was ich an der Hose auch mag ist der schmale aber dennoch gemütliche Schnitt. Ich glaube, ich sollte wieder öfters meine Ottobre-Hefte zur Hand nehmen und auch daraus nähen...

Ach ja, hier unten seht ihr, dass die Streifen vom Shirt farblich gar nicht zusammen passen. Aber so gegengleich finde ich es auch ganz hübsch! Es war eine ziemliche Tüftelei, aus einem Meter Stoff einen so großen Pyjama raus zu kriegen. Mit kurzen Ärmel wäre es sich wahrscheinlich sogar ausgegangen, aber so habe ich dunkelgraue Ärmel aus einem Nosh-Jersey dazu kombiniert. Und bei beiden Teilen melangegraue Rippbündchen. Die gefallen dem Sohn besonders gut, weil sie wie eine Ritterrüstung aussehen. Daher braucht er noch eine Hose, ein Leiberl, eine Unterhose, eine Jacke und eine Ritterhaube aus genau diesem Stoff! :-D


Derzeit liebt J es, seine Lieblings-CD zu hören und dazu auf der ausgeborgten Gitarre zu spielen und ein wenig zu singen. Damit er die Musik neben dem Gitarrespiel auch hört, muss er die Kopfhörer aufsetzen. Ich finde das so lustig, hihi!


Ach ja, und Cello spielen kann man damit auch! <3


Jetzt wünsche ich euch ein schönes Wochenende, an dem, hier zumindest, wieder der längärmlige Pyjama zum Einsatz kommen wird! Ein komischer Sommer ist das....

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Pyjama
Schnitt Shirt: Raglanshirt von Klimperklein, Größe 122
Schnitt Hose: "Fall Asleep" Pyjamahose, Ottobre 6/2015, Größe 122
Stoffe: Ringeljersey aus der Einhorn-Lenis Dream-Kollektion von Hamburger Liebe für Albstoffe; Jersey uni dunkelgrau von Nosh; melangegraues Bündchen aus meinem Fundus.

Hochzeit :: Mein Kleid fürs Standesamt

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Mir war klar, dass ich mir mein Hochzeitskleid selbst nähen werde. Ich nähe sooo viel selbst, dass es echt komisch wäre, ein Hochzeitskleid zu kaufen. Ich wollte kein Megahochzeitsspitzentüllundreifrock-Kleid, sondern ein tolles Kleid, das etwas Besonderes ist, das gut zu mir passt und das ich auch bei anderen Gelegenheiten anziehen kann. Das sollte also auch machbar sein, dachte ich mir.

Ganz so einfach wie gedacht war es dann nicht. Schnell hatte ich eine Vorstellung, wie es ausschauen könnte. Ich habe mir einen Schnitt gekauft, der allerdings nicht so 100%ig passte. Die Änderungen am Schnitt zu machen, fiel mir trotz Abstecken durch meine Schwester schwer, das Ergebnis überzeugte mich nicht.


Ich hatte zum Glück früh genug begonnen und so beschloss ich, mich in die Hände von Walter Lunzer zu begeben. Seine unglaublichen Fachkenntnisse, sein gutes Gespür für Dinge, die zu einem passen und die einem stehen und seine unglaublich wertschätzende Art hatte ich seit dem Nähen meiner Cordhose in bester Erinnerung. Also: Stitching Session gebucht! 


Und das ging so: Ich habe ein Kleid aus Walters Nullkollektion anprobiert, er hat die Änderungen abgesteckt und wir haben einen für mich passenden, also maßgeschneiderten Schnitt erstellt. Nach einem ersten, ganz schnellen Probe-Oberteil haben wir noch kleine Änderungen am Schnitt gemacht und ich habe mir für die angeschnittenen Ärmel entschieden. Zuhause habe ich dann aus einem schwarzen Stoff aus meinem Fundus ein weiteres Probeteil genäht.

Dieses Teil hat mir allerdings so gut gefallen, dass ich es nicht beim Probeteil belassen wollte. Ich habe mich stattdessen entschieden, mir nicht nur ein Hochzeitskleid zu nähen, sondern zwei! Ein blaues (wie ursprünglich geplant) und ein schwarzes Kleid. Dass ich bei der Standesamtlichen Trauung schließlich das schwarze Kleid an hatte, war nochmal eine ziemlich kurzfristige Entscheidung - aber ein schwarzes Kleid am Standesamt ist einfach ein Statement. Und meine Oma hat auch in schwarz geheiratet, das gefiel mir.


Ich habe also am Probeteil ziemlich viel aufgetrennt, ein Futter hinzugefügt und unterhalb der Taille einen halben Kreisrock dran genäht. Dafür (und fürs Futter) habe ich einen Batist von Atelier Brunette verwendet. Den hatte ich schon zuhause und als "marine" bestellt, er war mir allerdings zu lila. Also habe ich ihn kurzerhand schwarz gefärbt und so hat er wunderbar zum Oberteil gepasst. Die Origami-Vögel sind im selben grau-schwarz wie das Oberteil, eine perfekte Farbklammer. Auf die Naht zwischen Oberteil und Rock habe ich noch eine wunderschöne schwarze Spitze genäht. Die selbe Spitze hab ich auch auf den Saum des Unterrocks genäht. Auf den Unterrock drauf habe ich auf Hüfthöhe gerafften Brauttüll draufgenäht, damit der Roch etwas Stand hat und schön schwingt, wie man am ersten Foto gut sehen kann. ;-)


Der Support beim Nähen durch Walter in den Stitching Sessions war auch wirklich großartig. Diese Begeisterung seinerseits, seine Wertschätzung, sein Know-how sowohl das Nähen als auch die Wissensvermittlung betreffend haben mich sehr begeistert! Ich habe auch wirklich viel gelernt, das Kleid ist echt sehr professionell verarbeitet.

Also. Ich sags euch: Das ist einfach mein Kleid. Mein Schnitt. Meine Farbe. Das bin ich! Wundervoll, so zu heiraten!


Und wundervoll, mit diesem Mann weiter durchs Leben zu gehen!


Fotos: Caterina Donner (Sie ist wunderbar. Große Empfehlung!)

Und weil ich meine Freude so gerne teilen möchte, schau ich mal wieder bei RUMS 32/17 vorbei!

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Hochzeitskleid
Schnitt: Selbst gemacht in den Stiching Sessions von Walter Lunzer. Jetzt Termin für September reservieren! ;-)
Stoff/Material: Stoff fürs Oberteil aus meinem Fundus; Stoff für den Rock von Atelier Brunette, Bye Bye Birdie, navy, allerdings selbst eingefärbt; Futter für den Rock und Brauttüll vom Komolka; Spitzenborte vom "Borten-Peter" in der Neubaugasse in Wien.

Top Malia, Hochzeitscardigan und ein FrauAntje-Rock

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Als das letzte La Maison Victor bei mir angekommen ist, hab ich mich sofort ein einige Schnitte verliebt. Als erstes habe ich mir das Top Malia aus einem leichten Viskose-Webstoff genäht. Den Stoff habe ich schon vor 1,5 Jahren bei stoff+stil in Berlin gekauft und seit dem habe ich ihn gut gehütet, bis das richtige Projekt daher kam.

Das Top hat Brustabnäher mit einer Raffung. Dieses Detail finde ich wirklich sehr raffiniert und hübsch und es es ermöglicht eine angenehme, luftige Weite des Shirts. Das Shirt ist recht schnell genäht, nur mit der unsichtbaren Einfassung mit Schrägband konnte ich mich auch hier nicht anfreunden. Irgendwie schien das Schrägband viel zu schmal, um in doppelter Stofflage gut zu versäubern. Also ich habe ich es beim Halsausschnitt nochmal versäubert, das ist allerdings leider nicht so toll geworden, der Ausschnitt steht in einer der Rundungen etwas ab. Ärgerlich. Ich überlege, es nochmal neu zu machen... 


Hier trage ich eine FrauAntje aus dunkelblauem Babycord dazu. FrauAntje ist ein Schnitt von fritzi&schnittreif und eigentlich für dehnbare Stoffe, vor allem für Jersey, gemacht. Ich habe schon zwei Röcke nach diesem Schnitt aus Jeans-Sweat genäht, die liebe ich sehr! Auch dieses Exemplar aus nicht-dehnbarem Stoff, natürlich mit einem Jersey-Bündchen oben, finde ich toll, ich trage diesen Rock auch sehr gerne. Bevor ihr den Rock ebenso aus Webstoff näht, messt bitte genau nach und überlegt, ob vielleicht eine Nummer größer besser passen würde.

 
Wenn es ihn der Früh oder am Abend kühler ist, finde ich mein Hochzeitsjäckchen schön zu Top Malia und FrauAntje-Rock. Zu meinem blauen Brautkleid (das ich euch bald hier zeigen werde) habe ich mir einen Lisbon-Cardigan genäht. Never change a winning team - der Schnitt ist einfach total meins! Diesmal habe ich passend zum Kleid die kurze Länge und für die Ärmel in 3/4-Länge gewählt. Genäht habe ich den Cardigan aus Bio-Jersey aus dem :: stoffbüro ::, der nun auch wieder ebendort verfügbar ist, also jetzt bestellbar und dann ab 15. August nach der Sommerpause verschickt. :)


Die Knöpfe finde ich besonders schön und stimmig: Ich habe sechs verschiedene Knöpfe verwendet, es sind ein paar alte Perlmuttknöpfe und durchsichtige Plastikknöpfe im Bleikristall-Look mit dabei. Allesamt gefunden in Omas Kiste. Und der unterste Knopf ist ein Permuttknopf von Merchant & Mills, die habe ich auch beim Kleid meiner Trauzeugin verwendet. Hach, alles sehr bedeutungsschwanger! :-)

Wie ich den kurzen Cardigan im Alltag einsetzen werde ... da experimentiere ich noch ein wenig. Zu taillierten Kleidern ja, aber wie zu Hosen? Oder Shirts? Blusen? Ich begebe mich mal auf Recherche, wobei ich das hier eh schon ganz nett finde. Was meint ihr?

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Top
Schnitt: Top Malia, La Maison Victor, 4/17
Stoff: Viskose-Webstoff von stoff+stil

Rock
Schnitt: FrauAntje von fritzi&schnittreif
Stoff: Babycord aus meinem Fundus

Cardigan
Schnitt: Lisbon-Cardigan, in deutscher Übersetzung aus der Näh-Connection. Der Schnitt wurde mir zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank an Annika!
Stoff: Bio-Jersey, marine aus dem :: stoffbüro ::

hotsummerfreebie :: lila

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Habt ihr es schon gesehen? Monika von schneidernmeistern hat einen neuen Schnitt rausgebracht! Das #hotsummerfreebie ist ein luftiges Sommerkleid, mit sehr schönen und durchdachten Details. Die machen den Schnitt wirklich zu was Besonderem. Die französischen Nähte, der abgerundete Vokuhila-Saum... toll!

Und ihr dürft euch besonders über diesen neuen schneidermeistern-Schnitt freuen: Denn das #hotsummerfreebie gibt es den ganzen August kostenlos, mit deutscher oder englischer Textanleitung, zum Download!


Vorne und hinten sieht der Schnitt französische Nähte vor. Die "Nahtwurst" ist für die rechte Stoffseite vorgesehen, was ich wirklich cool finde! Ich habe mein Kleid aus Leinen genäht und ich habe die französische Naht sogar etwas breiter gemacht als in der Anleitung gedacht, das passt nämlich gut zur Struktur vom Leinen. Falls es ganz schnell gehen soll oder mitunter auch, wenn ihr einen gemusterten Stoff vernäht, könnt ihr die französischen Nähte auch weg lassen.

Der Schnitt ist für Webstoffe gemacht. Ich habe lilafarbenes Leinen aus meinem Fundus vernäht. Die Säume werden mit Schrägband verstürzt. Das wollte ich eigentlich auch machen, allerding war das Leinen dafür doch zu dick und bockig, so dass der Saum am Hals alles andere als schön gelegen ist. Also habe ich die Versäuberung kurzerhand abgeschnitten und mit meinem Overlock einen Rollsaum gemacht. (Der Halsausschnitt ist folglich größer als im Original!) Auch bei den Armen und dem unteren Saum. Hochsommer-Verarbeitung würde ich sagen - denn bei 38 Grad draußen und 30 Grad drinnen hatte ich keinen Nerv mehr für das Zuschneiden von Belegen, die sich alternativ schön machen etc. #hotsummersewing

Ich werde die Naht im Rücken das nächste Mal ein wenig an mein Hohlkreuz anpassen. Aber sonst würde ich nichts anders machen! Oder ... wahrscheinlich würde ich bei einem dünnen Stoff dem Schrägband doch noch eine Chance geben! ;-)


Ich habe das Kleid gestern schon ausgeführt und ich kann nur sagen, dass es sich einfach wunderbar trägt. Auch die originale Länge taugt mir bei meinen 1,62 m sehr. Also, schaut bei Monika vorbei und näht euch euer #hotsummerfreebie und übersteht damit diese Hitzewelle gut!


Jetzt trinke ich kalten Kaffee und literweise Wasser, fächere mir Luft zu und fürchte mich schon davor, die Wohnung zu verlassen - denn mein #hotsummerfreebie hängt zum Trocknen am Wäscheständer.

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Kleid
Schnitt: #hotsummerfreebie von schneidermeistern, gratis im August auf Deutsch und Englisch
Stoff: Aus meinem Fundus.