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Walkjacke :: Blitzblau


Schon Anfang September genäht, braucht J sie erst seit kurzem so richtig, seine Walkjacke! Ich hab sie aus dem Rest des letztjährigen, heißgeliebten Walkoveralls genäht. Das Schnittmuster der Kaputzenjacke mit Reissverschluss hab ich aus dem Ottobre 6/2013 (Huntsman, Nummer 19). Ich fand den Schnitt wie gemacht für eine Jacke aus Walk. Leider hätte ich besser Größe 98 und nicht 92 nähen sollen oder zumindest in der Länge, denn die Jacke ist etwas kurz. Wobei sich das dann nicht mehr aus dem Walk-Rest ausgegangen wäre, denn den hab ich bis auf den letzten Centimeter verbraucht! Also ist es oke so wie es ist und dank Regenhose mit extra langem Bündchen bleiben Rücken und Bauch auch bei sich streckendem Kind warm!


Den Schnitt finde ich jedenfalls echt sehr fein! Und die Versäuberung und Kapuzenfutter aus grau-schwarzem Chevronjersey finde ich auch ziemlich cool. Der Effekt bei der Versäuberung mit den Dreicken ist wirklich witzig. Ach ja, mein Zipp ist 5 cm kürzer als in der Anleitung, ich hab keinen anderen bekommen. Also sind Schal oder Tuch (das J mittlerweile sehr gerne mag) Pflicht, oder ich nähe oben noch einen Klettverschluss ein, damit der Halsausschnitt winddicht wird. Mal sehen!


Jetzt wünsche ich euch schon mal ein schönes Wochenende mit vielen gemütlichen Stunden, Kürbissuppe, Kakao und einem schönen Strickstück vielleicht? Hach, der Herbst- und Winterbeginn ist schon sehr reizvoll, ich genieße das doch sehr!

Stoffmix-Shirts zum Verschenken


Vor nicht allzu langer Zeit feierten zwei Buben an zwei aufeinander folgenden Tagen ihren zweiten Geburtstag. Und für diese zwei Buben hab ich jeweils ein Leiberl genäht.


Einmal ein Stoffmix-Leiberln aus grünen Maxidots und schwarz-weiß geringelten langen Ärmeln und einmal mit den Lillestoff-Bären mit grau-weiß geringelten Armeln. So manche Leserin wird sich bei diesen Bildern vielleicht an die Stoffmix-Bodies für J erinnern. Die liebe ich sehr und daher wollte ich ähnliches verschenken! :)


Beim grünen Leiberl hab ich hinten beim Bündchen mein Namensband und ein Webband mitgefasst, ich hoffe, dass das praktisch ist und sich nicht einklappt und kratzig ist! 


Genäht hab ich beide Bodies nach dem kostenlosen Lieblingsschnitt vom Regenbogenbody, eben als Shirt gekürzt. Beide in Größe 89. 


Ich finde beide Kombinationen echt so cool! 


Beim Bären-Leiberl hab ich mein Namensband unten ins Bündchen eingenäht - warum bin ich nicht schon früher auf diese Idee gekommen?


Ich hoffe, dass die Leiberln gaaaanz lange passen und wünsche nochmal viel Freude damit! 

Joggingrock Etta :: Petrol


Schon vor ein paar Monaten, als ich mit Monika von Schneidernmeistern wegen der noNa-Mütze gemailt habe, sind wir auch auf ihren Joggingrock namens Etta zu sprechen gekommen und ich hab gemeint, dass ich den so toll finde. Monika hat mir das Schnittmuster etwas günstiger gegeben mit der Frage, ob ich dann auch auf meinem Blog drüber berichten mag. Und da ich den Rock sowieso nähen wollte und eigentlich alles herzeige, was ich nähe, hab ich ihr Angebot gerne angenommen. Es hat dann doch etwas länger gedauert, bis der Rock entstanden ist, aber jetzt ist es so weit! Hurra!


Ich hab den Rock aus petrolfarbenem Sweat genäht, den ich schon längere Zeit daheim hatte. Für J hab ich daraus die Hose mit gestrickten Bündchen genäht und der Stoff ist sehr kuschelig, weich, nicht zu dick aber auch nicht zu dünn. Und er schien mir auch perfekt für meinen Joggingrock!


Ich finde den Rock echt toll! Supergemütlich aber trotzdem stylischer als die Jogginghose, also absolut Büro-tauglich und bei den herbstlichen Temperaturen und wenn man grade keine herumstreichende Katze zum Aufwärmen hat, einfach mit Strumpfhose zu tragen.


Da ich Röcke (und auch Hosen) ohne Taschen allerdings sehr unpraktisch finde, hab ich einfach eine Känguru-Tasche aus dem selben Stoff hinzugefügt. Mit Bündchenversäuberung an den Öffnungen und einem Webband-Schnipsel an der Seite. Hat sich sehr bewährt die Tasche!

Ich glaube, da wird noch der eine oder andere Joggingrock entstehen!

Tula Pink´s City Sampler :: Zu Gast beim German QAL

Vor ein paar Wochen hat mich Eva von Eva´s Leisure gefragt, ob ich mal wieder Lust auf Patchworken habe. Ja, hab ich - das hab ich in den letzten zwei Jahren quasi nie mehr geschafft, ein zugeschnittener Regenbogenquilt in wirklich einfacher Art liegt seit längerem schon herum und wartet aufs zusammen genäht werden. Im Urlaub hab ich händisch gepatchworkt (wie schon eingedeutscht dieses Wort doch ist, hehe!) und da seitdem auch nicht mehr weiter gemacht... Und sonst ist an der Nähmaschine in den letzten zwei Jahren hauptsächlich Gewand fürs Kind entstanden und ein bisschen Gewand für mich und ein paar andere Kleinigkeiten. Fürs Patchworken hab ich mir die Zeit nicht genommen, es fehlt schon ein bisschen, aber ich weiß auch, dass wieder Zeiten kommen werden, wo ich wieder mehr Quilten werde!


Jedenfalls, Eva und Sandra haben einen deutschsprachigen Quilt Along (QAL)gestartet. Die zwei und viele andere Quilterinnen nähen den Tula Pink´s City Sampler gemeinsam, Woche für Woche, bis alle 100 Blöcke fertig sind. Das Buch ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt, in dem die einzelnen Blöcke nach Art der Formen zusammengefasst sind, also z.B. Dreiecke, Streifen, Kreuze etc.

Wöchentlich nähen sie zwei oder drei Blöcke, gestartet wurde am 2. Juni 2014 und am 27. April 2015 werden sie fertig sein. Ich bewundere das sehr, dieses Durchhaltevermögen - aber gemeinsam macht das sicher auch viel Spaß und nach jedem Kapitel gibt's eine Verlosung, wenn das nicht motiviert! ;-) Hier könnt ihr euch den Zeitplan und alle Details zum German QAL anschauen, bei Sandra findet ihr auch den Link zur flickr-Gruppe, in dem die Teilnehmenden ihre Ergebnisse posten. Es gibt auch einen englischsprachigen Tula Pink´s City-Sampler QAL, den könnt ihr euch bei Sara von Sew Sweetness anschauen!

Sandra und Eva laden immer wieder Gast-Posterinnen ein, die ein paar Blöcke vorstellen. Ich hab mich riesig gefreut, dass sie mich auch gefragt haben und so habe ich mir die Blöcke 36 und 37 ausgesucht, die heute vorgestellt werden! Ich habe mich für diese Blöcke entschieden, weil sie sehr gut zueinander passen, mir gefallen die Schlichtheit und die grafische Klarheit.


Ich habe mich - nach sehr langem hin und her - für die Farben Dunkelblau und Weiß entschieden. Ich hätte zwar sogar zwei Stoffe von Tula Pink, aber irgendwie konnte ich mir die Blöcke damit nicht so recht vorstellen... Den weißen Stoff mit den weißen Punkten hab ich schon ziemlich lange, verwende immer wieder mal ein Stück davon und die anderen beiden Stoffe sind von Lotta Jansdotter, aus ihrer allerersten Stoffkollektion! Da hab ich damals, vor zweieinhalb Jahren einige in verschiedenen Farben gekauft, sie sollten eigentlich zu dem Babyquilt für J werden, doch da kam dann der Umbrella Prints-Quilt dazwischen! So habe ich die Stoffe für diese Blöcke also fast jungfräulich angeschnitten!


Die Blöcke 36 und 37 aus dem Kapitel "Triangles" haben in der Mitte ein Quadrat, das aus zwei Dreiecken besteht und rundherum werden Streifen drangenäht. Bei Block 37 ist das Quadrat größer und mittig platziert, beim Block 36 ist das kleinere Quadrat etwas aus der Mitte gerückt.

Ich habe drei mal Block 36 und einmal Block 37 genäht und die vier miteinander kombiniert. Ich finde das ja immer sehr spannend, wie man die Blöcke zusammensetzen kann, welche unterschiedliche Optik das ergibt, seht mal her:





Entschieden hab ich mich schließlich für diese Variante, gefällt mir echt sehr sehr gut!



Jetzt bin ich noch unschlüssig, was ich aus dem kleinen Stück machen soll, ist es nur ungefähr 30 x 30 cm groß. Ein kleiner Polster vielleicht? Oder ein Deckerl? Hm, ich halte euch auf dem Laufenden!

Und heute Abend schau ich dann bei den QAL-Mädels vorbei und bin gespannt, wie all die anderen Blöcke 36 und 37 ausschauen!! Kommt ihr mit? ;-)

Herzlichen Dank, liebe Eva für die Einladung - hat mir echt Spaß gemacht!!


FrauMia :: Atelier Brunette


Also da kommen jetzt gerade ein paar schöne Dinge zusammen. Erstmal ist das neue Kinderzimmer ein wunderbarer Ort um tolle Fotos zu machen, gibt es derzeit außer der Spielküche noch keine Einrichtung, dafür weiße Wände und viel Tageslicht! Zum zweiten hat Volksfaden sein Sortiment etwas umgestellt und ganz neu wirklich tolle, ausgefallene Stoffe im Sortiment - da hab ich kürzlich unter anderem einen Stoff namens Cachette von Atelier Brunette. Beim Bestellen habe ich geplant, mir daraus eine Bluse zu nähen - hat mich doch das Webstoffe :: Special von Catrin vom :: stoffbüro :: angesteckt und ich wollte mir auch mal wieder ein Oberteil aus Webstoff nähen.


Als ich den Stoff an in Händen hielt, war er viel dünner und feiner, als ich es erwartet hatte. Also irgendwie nicht so passend für eine klassische Bluse, aber ich wurde nach der Pauli-Hose wieder bei mal bei schnittreif und fritzi fündig. Die Stoff-Beschreibung von FrauMia traf genau auf den Stoff zu, den ich vor mir liegen hatte. Leicht und ganz locker fallen sollte der Stoff nämlich.


Und was soll ich sagen? Ich finde die Bluse echt super! Der Schnitt ist toll, schaut cool aus und ist echt angenehm zu tragen. Die Temperaturen sind zwar nicht mehr so sommerlich, wie die Bluse luftig ist, aber da der Stoff ziemlich durchscheinend ist, muss ich ohnehin ein Unterleiberl tragen. Und auch mit kuschligwarmer, weicher Jacke drüber schaut meine FrauMia supercool aus!


Ich hab allerdings erst beim Fotos anschauen festgestellt, dass sich der Beleg hinten raufgeklappt hat, den werde ich händisch also noch an ein paar Stellen festnähen mit einzelnen Stichen, damit das nicht mehr passiert. Zuerst dachte ich, dass die Bluse bestimmt gut zu meiner lässig4us passen wird, aber spätestens nach dem Fotos schauen finde ich, dass sie zu einer schmäleren Hose deutlich besser ausschaut. Oder vielleicht zu einem Rock? Da werde ich noch rumprobieren... Jdenfalls - die Bluse ist echt toll und einfach und ziemlich schnell genäht! Aber, wie die Macherinnen des Schnittes betonen, ist es - vor allem wenn man nicht Größe XS trägt - wohl echt wichtig, einen weich fallenden, fluffigen Stoff zu vernähen, da FrauMia sonst sehr kastenmäßig und wuchtig ausschaut. Aber mit passendem Stoff - meine volle Empfehlung! :)

Zum zweiten Geburtstag


Heute ist mein Bub schon zwei Jahre alt! In der Früh hab ich ihm schon mindestens 9 Mal "Zum Geburtstag viel Glück!" gesungen, er wollte es - "amalno" - immer wieder hören! Während ich euch nun schreibe, ist das Geburtstagskind in der Krippe und lässt sich feiern! Die Eingewöhnung hat übrigens ganz gut geklappt, in Woche zwei gab es ein Tief, drei schwere Tage für uns alle, aber dann ging es bergauf! An Tag 14 ist J erstmals über Mittag geblieben und er hat tatsächlich geschlafen, wie schön und verblüffend! Ich bin sehr froh, auch über unsere einfühlsamen, achtsamen Pädagoginnen, die dafür sorgen, dass sich die Kinder wirklich wohl und geborgen fühlen. Sehr erleichternd ist auch, dass J gemeinsam mit seinem Cousin und einem Freund gestartet hat. 


Zwei Jahre alt! Unglaublich! Ich bin so glücklich und stolz, einen so wunderbaren, einfühlsamen, fantasievollen kleinen Menschen begleiten zu dürfen, sein Wachsen und Lernen mitzuerleben, seine Liebe zum Detail! Ich freue mich, dass er redet, so viel redet und täglich neue Wörter hervorzaubert. Sein Wortschatz beinhaltet dank Kinderzimmer-Baustelle ein echt großes Repertoire an Baustellen-Wörtern wie Fräse, Säge, Schraube, Bohrmaschine ("Mine"), laut, Staubsauger ("sauga"), Leiter, schmutzig ("musen") und vieles mehr. Hihi! Ich finde sein verschmitztes Grinsen unglaublich lieb und seine eigenen Pläne und der Wunsch, Dinge "seyba" zu machen, sind fast immer großartig!

Wenn J über unsere Familie redet, sagt er "Papa, Nina, du". <3 Wobei jetzt langsam das "ich" kommt, was ich fast ein bisschen traurig finde.



Jetzt am Vormittag habe ich sein Geburtstagsgeschenk hergerichtet - er bekommt einen Spielherd, den ich aus einem alten, gebraucht erstandenen Nachtkastl gemacht habe.


J liebt es, zu kochen, Kuchen zu backen und "Fe" zu servieren! Als dann eine Freundin erzählte, dass sie aus einem alten Nachtkästchen eine Spielküche für ihren Sohn macht - herzlichen Dank liebe C für diese Inspiration!! - und ich bei Mirjam Otto dieses hübsche Exemplar entdeckt habe, war klar, dass ich J sowas zum Geburtstag schenken möchte!


Also Nachttisch gesucht und gefunden. Zuerst war ich total enttäuscht, dass das Nachtkastl nicht aus Vollholz ist, sondern die Seiten aus Kunststoff-Furnier bestehen, ich hatte mich schon auf die Suche nach einem neuen Stück gemacht, es dann aber doch gewagt, die Furnier-Teile schwarz zu lackieren. Und was soll ich sagen? Es hat wunderbar geklappt: Zuerst etwas anschleifen, damit der Lack hält, dann mit wasserlöslichem Lack lackiert, wieder sanft geschliffen und das noch zwei Mal und so sieht der Spielherd nun wirklich toll aus. Der seidenmatte Lack ist wirklich superschön geworden!


Auf die Seitenflächen habe ich mit Unterstützung von M - danke! - einen Edelstahl-Griff und drei alte Haken angebracht, auf die Geschirrhangerl, Topflappen und das Behältnis für das Kochbesteck aufgehängt werden können. Ach ja, und die Salami natürlich, die darf bei meinem riesengroßen Salami-Fan natürlich nicht fehlen! Geschirrhangerln und einen Topflappen hab ich genäht.


Die Platten habe ich aus schwarzer Tafelfolie ausgeschnitten und aufgeklebt, für die Einschaltknöpfe für Platten und "Brakroa" hab ich je zwei Ast-Scheiben zusammen- und aufgeleimt.

Die klassischen Holzknöpfe der Laden habe ich ausgetauscht, sie sind nun echt wunderschön aus weißem Porzellan.


Die Ausstattung des Herdes war teilweise schon vorhanden - die entzückenden Email-Tassen von Glückskäfer hatte J schon, ein paar Kochlöffel und ebenso das gestrickte Obst, das ich euch gar nie gezeigt hatte. Bei Natural Suburbia findet ihr die gratis-Strickmuster von Apfel, Birne und Erdbeere. Ich habe mit Baumwollgarn und kleinstmöglicher Nadelstärke gestrickt, mit Schafwolle ausgestopft und ich finde Birne und Apfel echt supertoll, die Erdbeere schaut irgendwie leider nicht aus wie eine Erdbeere.


Neu sind die Kochtöpfe, Email-Schöpfer & Co auch von Glückskäfer (beim Spielwurm und in der Spielzeugschachtel gekauft), die Holzeier (vom Spielzeugmacher) und einige Stücke vom Trödler. Ich habe auch noch Gemüse aus Holz und andere kleine Ausstattungsdinge gekauft - aber so alles zusammen kam mir das so wahnsinnig viel vor, dass ich beschlossen habe, diese weitere Küchenausstattung in den Adventkalender zu packen und noch ein paar Dinge aus Filz selbst herzustellen. Das bietet sich einfach dafür an und J freut sich sicher sehr darüber!


Eine unserer Katzen beschnuppert nun schon die Spielküche, die im neuen Kinderzimmer steht. Es ist gestern fertig geworden, hurra! Ich hab noch als Geburtstagsdeko bunte Pom Poms gebastelt und bin jetzt schon totaaaal gespannt, was mein allerliebster Bub zu seinem Geschenk sagen wird! :-)

Kapuzenpullunder & Haube


Seit längerem hab ich mir mal wieder ein Strickheft gekauft. Das FAM 206 Baby von Lang Yarns. Baby klingt etwas verwirrend, aber die Muster gehen zum Großteil bis 104 und die Muster des Kinderheftes fangen bei 4 Jahren an. So darf mein Bub noch ein bisschen länger Baby sein :-)

Die Modelle aus dem Heft sind echt schön, da sind so viele dabei, die ich gerne stricken möchte. Und viele ganz klassische Stücke, die zeitlos sind, die man je nach Wolle schlicht, cool oder ausgefallen stricken kann.


Gestrickt habe als erstes einen Kapuzenpullunder (Modellnummer 206_27) aus Lana Grossa Merino Superfein (4 Knäuel) in einem wunderschön leuchtenden Blitzblau. Ich hab den Pulli länger gemacht, eigentlich sind für meinen Geschmack fast alle Strickpullis zu kurz, wenn man sich an die Anleitung hält, und so schaut es auch schön aus und wächst einfach länger mit. Denn Strickstücke werden einfach zuerst in der Länge zu kurz, der Umfang wächst meist noch viel länger mit!


Die kleine Tasche finde ich sehr lieb, ist auch ganz einfach zu stricken!


Die Kapuze hab ich zuerst  nach Anleitung gestrickt, dann nochmal aufgetrennt, weil sie einfach viel zu klein war, also sowohl in der Länge als auch in der Höhe. Also aufgetrennt und dann mit der Maschenanzahl der größeren Version gestrickt und auch noch deutlich tiefer gemacht (5 cm mehr). Damit sie in den Ausschnitt passt, habe ich sie einfach auf der Rückseite etwas gerafft eingenäht und so passt sie nun wunderbar!


Der Kapuzenpulli wird in Reihen gestrickt, man muss also dann zusammennähen. Ich hab über Pinterest eine Anleitung gefunden, wie man unsichtbare Nähte nähen kann, also wie man solche Teile zusammennähen kann, ohne dass die Naht dann sichtbar ist. Ganz unsichtbar ist es bei mir nicht geworden, wie ihr hier sehen könnt, aber es ist viel schöner geworden als früher und es ist auch ganz einfach und geht recht schnell! Also meine Empfehlung!



Und dann habe ich für J noch eine Haube gestrickt, auch aus dem FAM 206-Heft. Hauben sind einfach tolle Projekte, überschaubar, da geht auch in einem vollen Alltag was weiter und man hat Erfolgserlebnisse, man braucht nicht mal ein Knäuel Wolle und wenn das Kind es dann auch noch liebt, Hauben aufzusetzen, passt das einfach perfekt! ;-)


Diese Perlmuster-Haube finde ich zwar jetzt nicht online, aber sie ist im Heft drinnen, in einer Kindergröße. Diese hab ich also aus der Originalwolle Mille Colori Baby gestrickt, genau nach Angabe und sie passt jetzt schon super, hat aber noch Spielraum, dass ich fast glaube, dass sie nächstes Jahr auch noch passt, auf jeden Fall aber bis zum Frühjahr!


Ich finde die Regenbogenfarben einfach soooo toll!! Und die Merinowolle ist so superkuschelig (blöd, wenn man Auftrennen muss) und sehr angenehm zu tragen, denke ich!


Und jetzt geht's auf in eine neue Woche (mit hoffentlich mehr Sonnenschein und weniger Regen als prognostiziert!)! Bis bald!

Regenoutfit


Jetzt ist das Regenoutfit von J endlich soweit, dass ich es euch zeigen kann. Schon vor Monaten hab ich bei Extremtextil Hardshell / 3-Lagen-Laminat in kräftigem Orange für Regenhose und -jacke bestellt. Aber erst jetzt ist das ganze so weit, dass ich es euch zeigen kann! Das war nämlich gar nicht so einfach...


Die Regenjacke hab ich nach dem Farbenmix-Schnittmuster Philippa genäht. In Größe 86/92. Das ist eigentlich eine Softshelljacke für Mädchen, aber ich habe die Taille etwas begradigt und so schien sie mir auch für Buben tauglich, denn die Bubenversion hat keine Raglanärmel, die finde ich aber so toll, weil die Stücke dadurch recht lange mitwachsen. Ein Problem ist aber offenbar, dass Softshell dehnbarer ist als das Hardshell, so pauscht sich die Jacke hinten an den Schultern immer etwas zusammen. Also nicht so optimal, aber aushaltbar. Was aber echt blöd war, und das kann nicht an der geringen bzw. nicht vorhandenen Dehnbarkeit sondern maximal am großen Kopf liegen - die Kapuze ist viel zu kurz. Da war ich dann lange ein bisschen planlos und auch unmotiviert, weil das Nähen von dem Material wirklich unlustig ist, weil so rutschig, und dann passt es nicht... Aber dann hatte ich doch eine gute Idee - und zwar hab ich einfach einen Schirm dran genäht.


Dazu hab ich das Hardshell doppelt genommen, zuerst rechts auf rechts die runde Kante zusammengenäht, dann gewendet und Füßchenbreit in Streifen abgesteppt, damit das ganze einen guten Stand hat. Dann einfach an die fertige Kapuze drangenäht und die Nähtzugabe hinter dem nahtabdichtenden Seamtape versteckt. Von dieser Kapuzenlösung bin ich nun sehr zufrieden, sie bedeckt nun den ganzen Kopf und schützt auch das Gesicht noch ein bisschen vor dem Regen, ähnlich wie eine Schirmkappe. Und das ganze schaut nicht mal so drangebastelt aus! :)


Die Kapuze hab ich gefüttert, das ist beim Schnittmuster nicht vorgesehen, bei Softshell aber auch nicht so nötig. Aber ich wollte, dass mein Bub am Kopf und rund ums Gesicht einen Baumwollstoff und nicht das glatte, kühle Hardshell hat. Daher hab ich mit Frau Tulpe-Apfelstoff gefüttert und den Beleg aus dem Laminat irgendwie draufgenäht hrm...


Auf die Ärmel und die Vorder- und Rückseite hab ich aus einem reflektierenden Band Pfeile aufgenäht, damit J auch in der Dämmerung und im Dunklen gut gesehen wird. Das gefällt mir gut!

Was mich an der Jacke aber auch noch stört ist, dass sie eigentlich zu kurz ist. Obwohl ich die lange Version genäht habe. Also ich überlege sehr, ob ich das Regengewand künftig nicht doch kaufen werde, denn geschenkt bekommt man diese Stoffe ja auch nicht und wenn dann so viele Dinge unzufriedenstellend sind... mal sehen! Oder zumindest muss ich einen Schnitt verwenden, der für nicht-dehnbare Stoffe konzipiert ist, da gibt es in der Ottobre 4/2014 ein paar Modelle.

Wenn ihr Philippa nähen wollt, hier noch der Link zu einer bebilderten Nähanleitung, die echt sehr hilfreich ist!


Die Hose, ja die Hose musste auch eine Adjustierung über sich ergehen lassen. Ich hab überlegt, ob ich eine Latzhose machen soll, so wie die klassischen Gatschhosen ... Aber dann hab ich in der Ottobre 4/2014 den Schnitt für die Outdoor-Hose gefunden und mich entschlossen, diesen zu nähen! Die Halbkreise an den Beininnenseiten hab ich weggelassen, das Material ist eh so schon blöd zu nähen, da müssen alle Extras leider weichen! ;)


In die Beinaußennähte hab ich eine reflektierende Paspel eingenäht, das finde ich toll! Unten hab ich einen Gummi mitgenäht, damit man die Hose über den Schuhen/Gummistiefeln fixieren kann und sie nicht raufrutscht. Bei der Innenansicht seht ihr, dass ich die Beinnähte auch alle mit dem Seamtape abgedichtet habe. Das war gar nicht so einfach bei den gebogenen Stellen, aber ich denke, es macht Sinn.


Was allerdings bei der Hose nachgebessert werden musste war der Bund oben, der war schlichtweg zu tief, da schaute beim Bücken wischen Jacke und Hose ein großes Stück Kind raus, nicht grad toll bei Regen. Also habe ich hier einen 10 cm hohen Fleece-Bund hinzugefügt. Das ist so ein wasserdichtes, elastisches Futterfleece, das ich schon letztes Jahr von Extremtextil für Js Softshell-Outfit gekauft hatte.


Ich hab das Bündchen nicht zum Schlauch genäht sondern als Streifen überlappend eingenäht, damit das Anziehen leichter fällt, das Fleece ist nämlich nicht besonders dehnbar durch die Beschichtung innen. Vorne gibt's jetzt also einen Klettverschluss zum Schließen und man kann auch die Weite etwas regulieren. Das Anziehen ist so etwas schwieriger geworden, aber ohne diesen Zusatzbund wäre die Hose einfach nur bedingt sinnvoll gewesen.


Hier noch eine Innenansicht:

 

Und hier ein Foto des Outfits in Aktion (da war der Kapuzenschirm noch nicht dran). Aber die Hose hat super dicht gehalten!


Was mich aber interessieren würde: Hat jemand von euch schon so ein Regenoutfit für Kinder genäht? Welche Materialien habt ihr verwendet, nach welchen Schnitten genäht? Hat sich das bewährt? Schwierig... für das Winteroutfit hab ich jedenfalls schon Fleece und Softshell daheim, das wird also definitiv selbst genäht, ist aber viel angenehmer zu Verarbeiten und hat sich im Vorjahr auch sehr bewährt und die Jacke passt noch immer!